Warum Kroos sein Haus verkaufen musste

SPORT1
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Toni Kroos hat DFB-Rekordtorjäger Miroslav Klose als sein großes Vorbild bezeichnet und sich an die gemeinsame Zeit beim FC Bayern erinnert. Weniger positiv verlief hingegen sein Wechsel nach Real Madrid, der ihn dazu zwang, sein Haus auf Mallorca aufzugeben.

Warum Kroos sein Haus verkaufen musste
Toni Kroos stellt sich Reportern gerne - solange die nicht sein Haus belagern

Kroos wurde im Jahr 2007 von der Jugend zu den Profis des FC Bayern hochgezogen, im gleichen Jahr wechselte Klose von Werder Bremen nach München.

"Er war speziell in der Kabine. Er ist auf mich zugekommen, weil er gewusst hat, dass es nicht so einfach ist, in so eine Mannschaft mit so vielen Stars zu kommen. Er hat mir viel geholfen und war von mir immer schon als Fußballer überzeugt. Wir hatten von Anfang an ein super Verhältnis", sagte der Weltmeister von 2014 in seinem Podcast "Einfach mal luppen" mit Bruder und Union-Profi Felix.

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"Er ist für mich ein großes Vorbild, weil er ein absoluter Teamspieler ist, der alle ins Boot holt - egal ob jung oder alt. Er macht auch den Mund auf und spricht Sachen an, aber immer in einer super Form."

Auch privat schätzt Kroos Klose, den er als "angenehmen und zurückhaltenden Typ" bezeichnet, sehr. "Miro war immer einer, mit dem ich unheimlich gern zusammengespielt habe und mit dem ich mich unfassbar gern unterhalten habe. Er ist einer der wenigen von damals, mit dem heute eine Freundschaft besteht. Er war für mich ein absolutes Vorbild, was Charakter, Einsatz und Sich-selbst-Zurücknehmen betrifft."

Kroos traut Klose Trainerjob zu

Kroos spielte viele Jahre beim FC Bayern und im DFB-Team mit dem WM-Rekordtorjäger zusammen, 2014 wurden beide in Brasilien Weltmeister.

Klose hat nach dem Ende seiner Laufbahn mittlerweile den Trainerjob angetreten und absolviert im Moment den Fußballlehrer-Lehrgang. Zur neuen Saison wird der bisherige U17-Trainer der Münchner Assistent der Profis unter Hansi Flick.

LONDON, ENGLAND - NOVEMBER 10: Toni Kroos of Germany Assistant coach Thomas Schneider of Germany Assistant coach Marcus Sorg of Germany Miroslav Klose, Head hoach Joachim Loew of Germany looks on during the international friendly match between England and Germany at Wembley Stadium on November 10, 2017 in London, United Kingdom. (Photo by TF-Images/TF-Images via Getty Images)
Miroslav Klose (Mitte) absolviert im Moment den Fußballlehrer-Lehrgang. Zur neuen Saison wird der bisherige U17-Trainer der Münchner Assistent der Profis unter Hansi Flick. (Bild: Getty Images)

"Er hat bei der U17 Erfahrungen gesammelt, macht parallel seinen Fußballlehrer und als Co-Trainer kann er gut reinschnuppern. Er war auch bei uns in der Nationalmannschaft eine Zeit lang dabei im Trainerteam. Er geht die richtigen Schritte und nimmt nicht direkt eine Profimannschaft und trainiert die", lobte Kroos. "Ich glaube, dass Miro von seinem Fachwissen definitiv Trainer werden kann. Vor allem für Stürmer ist er natürlich wertvoll."

Kroos' Haus wird belagert

Getrübte Erinnerungen hat Kroos dagegen an die Umstände seines Wechsels zu Real Madrid im Sommer 2014.

Damals machte der Mittelfeldspieler nach dem Gewinn des WM-Titels in seinem eigenen Haus auf Mallorca Urlaub mit seinem Bruder, der Wechsel zu den Königlichen stand kurz bevor. Da das Haus vom Strand aus gut einsehbar war, bauten sich einige Reporterteams dort auf und belagerten sein Haus.

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"Ich bin einmal an der Haustür rausgegangen und wollte den Müll rausbringen. Auf einmal springen da Journalisten hinter den Mülltonnen hervor und wollten mich interviewen", berichtete Bruder Felix. "Die dachten dann, dass ich du bin. Da waren auch deutsche Journalisten dabei."

"Ich denke, ich bleibe in Bremen"

Als ihn eine deutsche Journalistin ansprach, ob er zu Real Madrid wechsle, antwortete der damals bei Werder Bremen spielende Felix Kroos trocken: "'Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich denke, ich bleibe in Bremen.'" Dann bin ich weitergegangen und sie wusste damit gar nichts anzufangen."

Trotz dieser lustigen Anekdote wurde Kroos' Haus auf Mallorca auch nach der Bekanntgabe seines Wechsels von Reportern belagert. "Monate später habe ich erneut versucht, dort Urlaub zu machen, weil wir dachten, das Getöse rund um den Wechsel ist abgeflacht. Das ging dann aber zwei, drei Tage, dann ging das Geklingel wieder los. Das Ende vom Lied ist, dass wir das Haus verkauft haben. Da war einfach kein Urlaub und keine ruhige Zeit möglich", meinte der 30-Jährige.

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