Grosjean verrät: Räikkönen und Alonso sind sich "überraschend ähnlich"

Maria Reyer
motorsport.com

Der kühle Kimi Räikkönen und der feurige Fernando Alonso haben auf den ersten Blick nur wenig gemein - beide sind Formel-1-Weltmeister. Deren ehemaliger Teamkollege Romain Grosjean behauptet nun allerdings, dass die beiden Kaliber doch mehr vereint, als man erwarten würde.

"Überraschenderweise habe ich von Fernando und von Kimi sehr viel auf die gleiche Art und Weise gelernt", schildert Grosjean in einem Instagram-Live-Chat mit dem offiziellen Formel-1-Account. Der Franzose bekam es gleich in seiner ersten Saison bei Renault 2009 mit dem Spanier zu tun.

Als er 2012 in die Formel 1 zurückkehrte, fand er sich bei Lotus an der Seite des "Iceman" wieder. Zwei Jahre fuhr er mit Räikkönen für die Mannschaft aus Enstone. Danach folgten Heikki Kovalainen (zwei gemeinsame Rennen), Pastor Maldonado (37 Rennen), Esteban Gutierrez (20 Rennen) und Kevin Magnussen (60 Rennen) als Teamkollegen.

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Auf die Frage, welchen Teamkollegen er besonders bewunderte, meint Grosjean heute: "Das ist eine schwierige Frage für mich. Ich habe in der Formel 1 neben Alonso begonnen und kam dann neben Räikkönen zurück. Außerdem habe ich jetzt Kevin [Magnussen] an meiner Seite."

Besonders die beiden Weltmeister haben den heute 34-Jährigen geprägt. "Viele Leute glauben, dass sie sehr verschieden sind. Aber ihre Arbeitsweise, wie sie in das erste Training gegangen sind, mit dem Sonntag im Hinterkopf - das war alles, was zählte."

Im Gegensatz zu Neulingen machten die beiden Routiniers nicht den Fehler, in jedem Training schnell sein zu wollen. "Ihnen war egal, ob sie im Freien Training schnell oder langsam waren. Sie haben das Auto für das Rennen vorbereitet."

Mit diesem Ansatz fuhren Alonso und Räikkönen insgesamt zu 53 Rennsiegen, drei Weltmeisterschaften und 200 Podestplätzen. Grosjean hat sich diese Herangehensweise von beiden abgeschaut.

Aber auch mit seinem aktuellen Teamkollegen ist er zufrieden. "Er ist sehr schnell und schwierig zu schlagen. Er ist ein wahrer Wikinger, er gibt niemals auf." Trotz mancher Scharmützel auf der Rennstrecke verstehen sich die beiden Haas-Piloten abseits gut, betont er.

Bevor der Däne zum US-Team stieß, hatte auch Grosjean seine Bedenken. Denn Magnussen ist als "Bad Boy" verschrien. "Ich war nicht immer glücklich über ihn, bevor er mein Teamkollege wurde. Aber wenn er im selben Team ist, weißt du, dass er so hart wie er nur kann um Punkte kämpft. Das ist toll."

Da stören auch Kollisionen, wie etwa im Vorjahr in Silverstone, weniger. Das sei längst Schnee von gestern, so Grosjean. "Ja, wir hatten ein paar Kollisionen im Vorjahr, aber wir haben darüber gesprochen und unsere Art, wie wir gegeneinander fahren, angepasst."

Mit Bildmaterial von LAT.

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