Grozer weg, Kampa fraglich - wie geht's mit dem Nationalteam weiter?

Sport1

Nach dem Ende aller Olympia-Hoffnungen trennten sich die Wege der deutschen Volleyballer in einem Gefühl großer Enttäuschung.

Schon am Samstag reisten die Spieler aus Berlin zurück zu ihren Klubs in ganz Europa. Für einige, wie Ausnahmekönner Georg Grozer, war es ein Abschied für immer aus der Nationalmannschaft.

Beim 0:3 gegen Frankreich im Finale des Olympia-Qualifikationsturniers für Tokio 2020 hatte die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) mehr als nur ein Spiel verloren. Der Mannschaft steht ein großer Umbruch bevor.

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Grozer macht im Nationalteam Schluss

Etwa wegen Grozer. Der Starspieler flog nach St. Petersburg, bei Zenit wird er seine Laufbahn auf Klubebene wohl fortsetzen, die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung werden zeitnah vertieft.

Angebote von anderen Vereinen liegen dem "Hammerschorsch", der gegen Frankreich mit 20 Punkten abermals deutscher Top-Scorer war, ebenfalls vor. Ein Engagement in der Bundesliga schließt er aber ebenso aus wie eine Rückkehr in die Nationalmannschaft.

"Es ist an der Zeit, den Staffelstab in der Nationalmannschaft weiterzureichen", hatte Grozer schon vor Turnierbeginn gesagt. Seine Mitspieler machten sich keine Hoffnungen, dass sich der 35-Jährige nochmals auf einen Rücktritt vom Rücktritt einlässt.

"Natürlich hätte ich ihm einen Abschied mit einer Medaille oder zumindest der Teilnahme in Tokio gegönnt", sagte Kapitän Lukas Kampa bei SPORT1: "Wir haben viele tolle Jahre gehabt und wenn es um Georg geht, können wir nur Danke sagen",

Später ergänzte der Leader: "Es war mir eine Ehre und Freude, ihn so lange begleiten zu dürfen und ihm die Bälle zuzuspielen."

Auch Zukunft von Kampa ungewiss

Auch der 33-jährige Kampa gehört zu jenen Schlüsselspielern, deren Zukunft im Verband ungewiss ist.

Mittelblocker Marcus Böhme (34) zählt ebenfalls dazu, weitere Abgänge sind nicht auszuschließen.

"Ich habe zwei kleine Kinder, meine Frau ist die meiste Zeit allein", sagte Kampa: "Das Pensum, das ich seit 2008 in der Nationalmannschaft mache, werde ich so nicht mehr schaffen." 


Was wird aus Bundestrainer Giani?

Ungewissheit herrscht auch auf der Trainerbank. Der Vertrag von Bundestrainer Andrea Giani läuft bis Ende 2020.

Ob sich der Italiener mit Blick auf Olympia 2024 in Paris weitere vier Jahre an den DVV bindet, ist unklar. "Ich hoffe es sehr für den deutschen Volleyball. Er ist ein außergewöhnlicher Trainer, ein Riesentyp", sagte Kampa.

Giani kündigte wie DVV-Präsident Rene Hecht Gespräche an, der Italiener ließ sich nach dem geplatzten Olympiatraum aber kein klares Bekenntnis entlocken. Man müsse den jungen Spielern jetzt die Chance geben, die neue Generation voranbringen.

Umbruch für Olympia 2024 steht bevor

Der Umbruch steht bevor. Wie leistungsstark die deutschen Volleyballer in naher Zukunft sein werden, wird sich zeigen.

"Wir haben viele junge Wilde dabei, die die Verantwortung jetzt annehmen müssen", sagte Außenangreifer Christian Fromm: "In vier Jahren sehen wir zu, dass wir das Ticket holen."

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