Grusel-Bilder auf dem Babymonitor

Johannes GieslerFreier Autor
Manche Babymonitore lassen den eigenen Nachwuchs besonders gruselig wirken. (Symbolbild: gettyimages / JodiJacobson)
Manche Babymonitore lassen den eigenen Nachwuchs besonders gruselig wirken. (Symbolbild: gettyimages / JodiJacobson)

Tagsüber ist der eigene Nachwuchs süß und tapsig, nachts verwandelt er sich zuweilen in einen vermeintlichen Dämon. Zumindest, wenn man die Bildern auf einigen Babymonitoren sieht.

Um Neugeborene immer im Blick zu haben, auch wenn sie schlafen, schleppen Eltern oft einen Babymonitor mit sich herum. Der schaltet sich ein, wenn das Baby laut wird oder sich bewegt. Ein kurzer Blick genügt dann meist, um zu sehen: Alles in Ordnung, das Kleine hat nur ein bisschen rumgestrampelt. Doch was der Twitter-Nutzer oder die Twitter-Nutzerin „Passion Pop Socialist“ vergangene Woche auf dem Babymonitor zu sehen bekam, war überhaupt nicht beruhigend. Im Gegenteil.

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Denn eine Mischung aus seltsamer Beleuchtung, schwarz-weiß-Bild und Blitzlicht-Effekt, der die aufgerissenen Augen des Babys zum Glühen brachten, erzeugten ein gruseliges Bild – ein Foto davon teilte „Passion Pop Socialist“ auf der eigenen Twitter-Timeline. Dazu der Satz: „Wir haben uns einen neuen Babymonitor zugelegt und ich glaube, das war ein Fehler.“

„Paranormal Activity“ im Babybett

Mittlerweile gefällt das Bild über 400.000 Menschen, zudem haben mehr als 3.000 kommentiert. Eine Nutzerin etwa schrieb: „Glückwunsch zu eurem dämonischen Nachwuchs“, ein anderer: „Ein neuer Teil aus der Reihe ‚Paranormal Activity‘.“

Andere Kommentatorinnen und Kommentatoren haben als Antwort eigene Babymonitor-Bilder hochgeladen, diese zeigen, dass der eigene Nachwuchs wohl häufiger zum Fürchten sein kann.

Ein handelsüblicher Effekt

„Wo kann ich nachts um drei Uhr einen Priester finden?“

„Egal, wie süß sie tagsüber sind. Nachts verwandeln sie sich alle in Dämonen.“

„Offensichtlich passiert das bei diesen Kameras häufig. Meine Tochter lag hier rücklings, was es noch furchteinflössender machte.“

Noch ein Horror-Baby

Erst vergangenen Monat drehte noch ein anderes Baby-Grusel-Bild die Twitter-Runde. Laut „Yahoo Lifestyle“ machte Maritza Cibuls, 32 Jahre alt und aus dem US-Bundesstaat Illinois, damals eine ebenfalls schaurige Entdeckung auf ihrem Babymonitor. Auf dem kleinen Display sah es so aus, als würde neben ihrem 18-Monate-alten Kind noch eine zweite Kreatur liegen und sie, direkt durch die Kamera hindurch, anstarren.

Im Gespräch mit Yahoo berichtete Cibuls, sie habe zunächst gedacht, ihre Augen würden ihr einen Streich spielen und sie deshalb versuchte, das Bild zu ignorieren. Doch das konnte sie nicht. „Ich bin dann mit einer Taschenlampe bewaffnet in das Schlafzimmer meines Sohnes geschlichen, während er schlief. Um, naja, nachzuforschen.“ Ergebnislos.

Erst am nächsten Morgen sollte sich herausstellen, was sie da auf dem Babymonitor angestarrt hatte: Es war das Gesicht eines Babys, das vom Hersteller der Matratze aufgedruckt worden war. Das Gesicht hatte durch das Bettlaken geschimmert. Doch es war jetzt zum ersten Mal aufgefallen, weil Cibuls Ehemann am Vortag vergessen hatte, den blickdichten Matratzenschoner unter dem Laken aufzuziehen.

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