GT-Masters-Startcrash: Van der Linde zu 10.000 Euro Strafe verurteilt

Heiko Stritzke
·Lesedauer: 2 Min.

10.000 Euro Geldstrafe gegen Kelvin van der Linde: Der Rutronik-Audi-Pilot muss für den Startunfall im zweiten Rennen ordentlich blechen.

In der Urteilsbegründung heißt es, dass van der Linde "komplett verantwortlich" für den Massenunfall sei, der außer dem Rutronik-Audi #31 (Niederhauser/van der Linde) auch das Rennen des Schubert-BMWs #9 (Read/Eriksson), des Land-Audis #29 (Mies/Schramm) und des Grasser-Lamborghinis #82 (Schothorst/Zimmermann) beendete.

Van der Linde war beim Start sehr früh am Gas, sodass er sogar trotz nochmaligen Bremsens einen Überschuss gegenüber den Startreihen vor ihm aufbaute. Er versuchte, den Lamborghini #82 mit zwei Rädern im Gras zu überholen.

Als unmittelbar vor ihm Mathieu Jaminet im Herberth-Porsche #99 (R. Renauer/Jaminet) ausscherte, um seinerseits ein Fahrzeug vor ihm zu überholen, wollte van der Linde wieder in die Mitte, wo jedoch kein Platz war. Der Audi drehte sich ein und das Chaos nahm seinen Lauf. Mehrere Fahrzeuge fuhren in den Unfall hinein.

Der Meister von 2014 und 2019 sagt gegenüber 'Sport1': " Ich habe einen guten Start gehabt. Dann hat der Porsche vor mir links rübergezogen. Ich habe versucht, ihn zu vermeiden. Danach war ich mitten im Chaos." Van der Linde musste beim Start Risiko gehen, um seine Meisterschaftschancen zu wahren, weil er sich nur auf dem elften Startplatz qualifiziert hatte.

Bitterer als die 10.000 Euro Strafe dürfte jedoch die verpasste Titelverteidigung gewesen sein. Nach wie vor ist es keinem Fahrer im GT-Masters gelungen, zwei Meisterschaften in Folge einzufahren. "Für den Moment ist es bitter. Aber morgen scheint die Sonne wieder. Es geht weiter", so sein Kommentar.

Weitere Strafen am Wochenende

Eine weitere Geldstrafe gibt es gegen Christian Engelhart für das Lockern des Gurts vor dem Boxenstopp. Der neue Meister dürfte das mit Gleichmut hinnehmen, schließlich wird das Ergebnis nicht beeinflusst. Die Unsicherheit trübte die Siegesfeier im Fahrerlager zunächst.

Im Falle der Kollision zwischen Niels Langeveld im T3-HRT-Audi #71 (Langeveld/Paul) und dem Grasser-Lamborghini #19 (Lagrange/Schmid) von Niels Lagrange entschieden die Sportkomissare auf Rennunfall. Langrange war im Samstagsrennen schriftlich verwarnt worden, nachdem er den ISR-Audi #33 (Salaquarda/Stippler) von der Strecke geboxt hatte.

Eine Disqualifikation gab es nach dem Samstagsrennen gegen den Schütz-Mercedes #36 (Dienst/Frommenwiler). Der Grund: Marvin Dienst fuhr mit einer montierten Kamera auf dem Helm.

Mit Bildmaterial von ADAC Motorsport.