Gullit nimmt Teams von Rassismus-Opfern in die Pflicht

SID
Gullit nimmt Teams von Rassismus-Opfern in die Pflicht
Gullit nimmt Teams von Rassismus-Opfern in die Pflicht

Die niederländische Fußball-Legende Ruud Gullit hat frustriert auf den Rassismus-Eklat in Portugal reagiert und auch das Verhalten der Mitspieler von Moussa Marega kritisiert. "Sie sollten ihn beschützen und geschlossen vom Platz gehen. Das enttäuscht mich am meisten", sagte Gullit am Rande der Laureus-Award-Verleihung in Berlin.
Im Erstliga-Duell zwischen Vitoria Guimaraes und dem FC Porto hatte Portos malischer Stürmer Marega rund zehn Minuten nach seinem Siegtreffer zum 2:1-Endstand (60.) das Spielfeld verlassen, weil er rassistische Beleidigungen durch Zuschauer ertragen musste und mit Sitzschalen beworfen wurde.
Teamkollegen, Gegenspieler und der eigene Coach versuchten in der Folge, Marega am Verlassen des Feldes zu hindern. "Provokationen gehören zum Fußball. Aber wenn es Affenlaute gibt oder Bananen geworfen werden, ist das über dem Limit", sagte Gullit. 
Arsene Wenger, langjähriger Teammanager des FC Arsenal, sah die Forderung nach einem geschlossenen Verlassen des Spielfelds dagegen kritisch. Rassistische Beleidigungen könnten so "zu einem Tool werden, um das Spiel zu stören", sagte Wenger. 





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