Gut für die Umwelt und den Geldbeutel: So machst du Kerzen selber

Wenn man bedenkt, dass Kerzen nur eine Lebenszeit von wenigen Stunden haben, sind sie oft ganz schön teuer. Aber es geht auch anders. Wenn du Lust auf “Do It Yourself” hast, kannst du dir den gemütlichen Kerzenzauber kostenlos in die Wohnung holen - und nebenbei der Umwelt etwas Gutes tun. Das ist ganz einfach und geht schnell. Und so stellst du das an:

Kerzenreste sammeln

Bitte alle Leute in deinem Umfeld, Kerzenreste zu sammeln und richte dir selbst auch eine kleine Sammelstelle in der Wohnung ein. Eine Tüte oder ein Eimer reichen schon. Immer, wenn eine Kerze heruntergebrannt ist, legst du die Reste weg. Vielleicht bist du ja auch in einer Kirchengemeinde aktiv und darfst dort die Kerzenreste mit nach Hause nehmen. Einmal im Monat kannst du dann deinen Wachs-Tag starten und deine Kerzen-Vorräte kostenlos auffüllen.

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Kerzenreste sortieren

Sortiere die Wachsreste am besten nach Farbe. Du kannst dich natürlich auch von den neuen Farbvarianten überraschen lassen, die entstehen, wenn du alles zusammenmixst. Bei weißem Wachs hast du außerdem die Möglichkeit, spezielle Farbe fürs Kerzengießen beizufügen. Die gibt es im Bastelladen. Tipp: Wenn du Duftkerzen magst, dann frag nach Aromen zum Kerzengießen. Die kannst du beim Schmelzen eintröpfeln lassen. Farbe, Duft und Docht kosten natürlich ein paar Euro, aber das ist nichts im Vergleich zu neuen Kerzen.

Wachsreste einschmelzen

Du lässt die Kerzenreste nun in einem Wasserbad schmelzen. Dazu erhitzt du Wasser in einem großen Topf und legst die Kerzenreste in ein Gefäß, das in diesem Wasser erwärmt wird. Wenn du regelmäßig Kerzen gießen möchtest, lohnt sich vielleicht die Anschaffung eines Wasserbad-Topfs. Ist das Wachs flüssig, kannst du alte Dochte und Glitzer mit einer Gabel oder einem kleinen Löffel herausfischen. Meistens bleiben diese Rückstände aber im Gefäß, wenn du das flüssige Wachs vorsichtig ausgießt. Eine Wasserbad-Schmelzschale hat dafür seitliche Vertiefungen am Rand.

So schöne Kerzen kannst du dir ganz einfach selbst machen. (Bild: Getty Images)
So schöne Kerzen kannst du dir ganz einfach selbst machen. (Bild: Getty Images)

Form auswählen

Bei der Form Deiner neuen Kerzen hast du die freie Wahl. Am besten nimmst du aber Materialien, die sich leicht wieder ablösen lassen. Diese Gefäße eignen sich als Gussform:

  • Dosen

  • Tassen

  • Gläser

  • Klorollen

  • Chipsrollen

Darüber hinaus gibt es im Bastelladen auch viele Sonderformen zum Kerzengießen. Das startet bei Sternen, Herzen und Blumen und reicht bis zu Tierformen und kunstvollen Motiven. Diese Formen sind meist aus Silikon und lassen sich gut wieder abmachen. Einmal gekauft, kannst du sie immer wieder verwenden. Sollte die fertig gegossene Kerze sich hartnäckig im Gefäß halten, dann wärme die Wände der Form an.

Die Sache mit dem Docht

Deine Kerzen brauchen natürlich auch einen Docht – möglichst in der Mitte und möglichst gerade, damit die Kerze später gleichmäßig abbrennt. Da es aber ein bisschen Zeit braucht, bis das Wachs aushärtet, musst du dir etwas einfallen lassen, um den Docht am Platz zu halten. Du kannst ihn zum Beispiel mit dem oberen Ende zwischen zwei Schaschlik-Spieße klemmen, die du an den Seiten mit Gummis zusammenhältst. Diese Spieße legst du dann auf die Form, so dass der untere Teil des Dochts mittig im Wachs hängt. Die Dochte bekommst du übrigens auch im Bastelladen.

Kerzen auskühlen lassen

Deine neuen Kerzen aus altem Wachs sind nun so gut wie fertig. Du lässt sie ein paar Stunden aushärten und schon spenden sie dir Lichterglanz, Duft und Gemütlichkeit. Vergiss aber nicht, die Reste wieder aufzubewahren!

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