"Mehr erwartet" - Sportdirektor nach Biathlon-WM unzufrieden

SID
·Lesedauer: 1 Min.

Nur zwei Medaillen in zwölf Rennen: Die deutschen Biathleten sind bei der WM in Pokljuka hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

"Ein bisschen mehr hätten wir uns schon erwartet. Es hat ein Stück weit das glückliche Händchen gefehlt", sagte Bernd Eisenbichler, Sportlicher Leiter der Biathleten, nach den historisch schlechten Titelkämpfen. Vier bis fünf Medaillen hatte der Deutsche Skiverband (DSV) als Ziel ausgegeben.

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Olympiasieger Arnd Peiffer durfte als einziger deutscher Skijäger mit Einzel-Silber über eine Medaille in einem Individual-Rennen jubeln, die Frauen-Staffel lief auf der slowenischen Hochebene ebenfalls zu Silber. "Wir sind nicht komplett zufrieden mit der WM", sagte Eisenbichler: "Wir haben trotzdem gute Dinge gesehen, gerade bei den Damen mit vielen Top-8-Platzierungen."

Speziell Franziska Preuß, die alle sieben WM-Rennen bestritt, überzeugte mit starken Leistungen. Als einzige Athletin kam sie als Fünfte (Verfolgung), Sechste (Massenstart), Siebte (Einzel) und Achte (Sprint) in allen Einzel-Rennen in die Top 8.

DSV-Sportler "knapp an Medaille dran"

Die DSV-Athleten waren "oft sehr knapp an einer Medaille" dran, betonte Eisenbichler. (Biathlon-Weltcup: Kalender der Saison 2020/21)

In Zukunft müssten die deutschen Biathleten "noch konstanter durch die Saison kommen, auch in Vorbereitung auf so ein Großevent", sagte der Bayer: "Da haben wir einiges an Arbeit vor uns."

Lediglich zwei Medaillen hatte es seit der Wiedervereinigung nur 2013 in Nove Mesto gegeben, damals fanden allerdings weniger Wettbewerbe als heute statt.