Hörmann zur Floyd-Debatte: Sport "in der Pflicht"

SID
Sport1

DOSB-Präsident Alfons Hörmann wünscht sich von Sportverbänden wie dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) Besonnenheit nach den Protestaktionen gegen Polizeigewalt in den USA.

"Ich kann nur hoffen, dass in den Verbänden und Organisationen entsprechendes Augenmaß bei der Bewertung dieser Aktionen gegeben ist", sagte Hörmann im Morgenmagazin. Wenn inakzeptable Themen weltweit passierten, "ist es nicht nur das gute Recht sondern die Pflicht des Sports, die Stimme zu erheben". 

Nach dem Tod des schwarzen US-Bürgers George Floyd durch Polizeigewalt hatten in der Fußball-Bundesliga am vergangenen Wochenende unter anderem Weston McKennie (Schalke 04) sowie Jadon Sancho und Achraf Hakimi (beide Borussia Dortmund) mit Botschaften am Arm und auf dem T-Shirt ("Justice for George") reagiert. 

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Solche Äußerungen sind laut Regelwerk verboten. Der DFB-Kontrollausschuss will die Sachverhalte prüfen, die FIFA schaltete sich jedoch bereits ein. 

Hörmann lobte das Einstehen für Werte. Es sei nur "hoch erfreulich, wenn die Sportlerinnen und Sportler ihrer Vorbildrolle, die immer wieder eingefordert wird, gerecht werden und in einer solch völlig inakzeptablen Entwicklung ihre Stimme erheben", sagte er: "Deshalb kann ich nur ermutigen: Sagt das, was Ihr denkt, zeigt das, was Ihr empfindet."

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