Höwedes: "Favre ist kein Meistertrainer"

SPORT1
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Der neuerliche Patzer von Borussia Dortmund gegen den 1. FC Köln (1:2) beschäftigt auch die Expertenrunde im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 (JETZT LIVE im TV und im STREAM).

Der ehemalige Schalke-Profi Benedikt Höwedes hat eine klare Meinung (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga).

"Aus meiner Sicht ist Lucien Favre kein Meistertrainer", sagte Höwedes in Deutschland beliebtestem Fußball-Talk am Sonntag: "Ich glaube, dass ein anderer Trainer gefragt ist, der in Situationen mehr eingreift, wenn ein Sancho etwas aus der Reihe schlägt."

Hansi Flick "moderiert bei Bayern sehr gut. Bei Dortmund gibt es viele junge Spieler, die Favre gut anleitet. Aber er ist noch nicht reif für den Titel." (Tabelle der Bundesliga)

Effenberg nimmt Favre in Schutz

SPORT1-Experte Stefan Effenberg nahm Favre dagegen in Schutz. "Für mich ist Favre in der Entwicklung der jungen Spieler mit der Beste, wenn nicht sogar der Beste", sagte Effenberg: "Das Ergebnis wird ja kommen. Vielleicht in einem halben Jahr, vielleicht in eineinhalb Jahren. Da wird unter dem Strich die Meisterschaft stehen."

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Die Talente wie Jadon Sancho, Erling Haaland und Giovanni Reyna würden "über die gesamte Karriere davon profitieren, dass sie unter Favre trainieren konnten."

Freund: BVB schaut, wer auf dem Markt ist

Auch Höwedes bezeichnete Favre als "guten Trainer", ist aber der Meinung, der BVB brauche einen "Trainertypen, der offensiver denkt". Der Weltmeister von 2014 nannte die Namen Julian Nagelsmann und Ralf Rangnick. "Den Power-Fußball könnte man mit den jungen, hungrigen Spielern noch besser verkörpern", meinte Höwedes.

Höwedes weiter: "Da liegt der kleine Unterschied zu Bayern München."

Favres Vertrag läuft am Saisonende aus. Laut Steffen Freund, Europameister von 1996, ist das weiterhin so, "weil man schaut, was noch auf dem Markt ist".