Hülkenberg plant F1-Comeback "in naher Zukunft", aber nicht um jeden Preis

Juliane Ziegengeist
motorsport.com

Für Nico Hülkenberg war die aktuelle Formel-1-Zwangspause anders als für seine Fahrerkollegen vorprogrammiert. Nachdem er seinen Platz bei Renault an Esteban Ocon verloren und für 2020 kein Cockpit gefunden hatte, war klar, dass er in dieser Saison nicht an den Start gehen wird. Doch das soll kein Dauerzustand bleiben.

Zwar gibt der Deutsche gegenüber dem Nachrichtensender 'CNN' zu, dass er sich erst einmal eine Auszeit nahm und sich gewissermaßen abschottete: "Während der Tests war ich irgendwie abgekoppelt. Das war auch eine Zeit, in der ich von Europa weg reiste, und ich habe die Tests nicht allzu sehr verfolgt, um ehrlich zu sein."

"Aber ich habe das nachgeholt und mich mit einigen Leuten aus der Formel 1 getroffen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was vor sich geht", erzählt er weiter. "Offensichtlich ist noch niemand wirklich in einem Rennwagen gefahren, aber für mich fühlt es sich seit Abu Dhabi so an, als ob ich in naher Zukunft wieder einsteigen möchte."

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In seiner Formel-1-Karriere fuhr Hülkenberg für Williams, Sauber, Force India und Renault. Wohin ihn sein Weg 2021 führt, steht noch nicht fest. Doch eine Rückkehr in die Königsklasse bleibt das erklärte Ziel: "Ich bin sehr bereit dafür, das ist immer noch meine Absicht. Aber im Moment ist es natürlich sehr schwierig, das zu sagen."

Dabei spielten viele Faktoren eine Rolle und aktuell stehe alles ohnehin irgendwie auf dem Kopf, weiß der 32-Jährige. "Aber ich bleibe mit den Menschen in Kontakt. Es ist noch ein bisschen früh. Aber wenn es eine Chance gibt, werde ich sie auf jeden Fall ergreifen." Allerdings nicht um jeden Preis, wie Hülkenberg klarstellt.

"Wenn es eine gute Gelegenheit ist und etwas, das mich wirklich begeistert, dann werde ich definitiv darauf drängen." Nur für ein Rennen am Ende des Feldes zurückzukehren, sei nicht der Plan. Er wolle "ein anständiges Auto", dass ihm die Möglichkeit gibt, sich im Rennen zu behaupten, statt chancenlos hinterher zu fahren.

"Ich sage nicht, dass es um einen Sieg geht, aber zumindest darum, etwas haben, mit dem man arbeiten kann, ein Auto und eine Waffe, mit der man zumindest in die Top 10 fahren kann", erklärt Hülkenberg seine Ambitionen für den Fall eines Comebacks. Auch deshalb hatte er eine Rückkehr zu Williams für 2020 ausgeschlossen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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