Hülkenberg sieht Brasilien 2012 noch einmal: "Mein Herz blutet ..."

Norman Fischer

Nico Hülkenbergs Formel-1-Karriere könnte in Abu Dhabi mutmaßlich ihr Ende genommen haben. Der Deutsche verabschiedet sich vorerst mit einem Rekord aus der Königsklasse: Kein Fahrer hat mehr Grands Prix absolviert, ohne je auf dem Podium gewesen zu sein. Dabei hatte er mehrfach die Möglichkeit dazu - und ein Rennen hängt ihm diesbezüglich besonders nach.

Es geht natürlich um Brasilien 2012, als er das Rennen für Force India sogar hätte gewinnen können, bevor ihn eine Kollision mit Lewis Hamilton aus allen Träumen riss. "Das war der Tag", seufzt er. "Vor dem Safety-Car habe ich mit 50 Sekunden Vorsprung geführt. Das war ein besonderes Rennen, ein besonderer Tag, ein sehr junger Hulk." Doch am Ende wurde es eine schmerzliche Erinnerung.

Erst neulich lag Hülkenberg auf seinem Bett und schaute sich bei Sky klassische Rennen an. "Ich habe gerade eingeschaltet, da kam genau dieses Rennen", erzählt der Deutsche. "Ich habe geführt und es mir noch einmal angeschaut. Mein Herz hat geblutet ..."

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Hülkenberg könnte sich vorstellen, dass seine Karriere anders verlaufen wäre, wenn er das Rennen gewonnen hätte. "Aber das ist schwierig zu sagen", meint er. Nun sei es "ein Fakt", dass er ohne Podest aus der Formel 1 geht. "Ich bin nicht verbittert darüber, aber natürlich hätte ich das lieber nicht so. Aber es gab immer Gründe und Umstände, die einen Podestplatz verhindert haben."

Überhaupt bleibt die Karriere von Hülkenberg wohl unvollendet. Er gibt zu, dass er in der Formel 1 nicht immer unbedingt die richtigen Entscheidungen getroffen hat - etwa bei seinem Wechsel zu Sauber 2013. "Obwohl wir eine sehr gute zweite Saisonhälfte hatten, war der Schritt vielleicht nicht der Richtige in meiner Karriere."

Allzu sehr denke er über die Vergangenheit aber gar nicht nach. "Du hast Möglichkeiten, verpasst sie und machst einfach weiter. So ist das Leben", winkt er ab.

Mit Bildmaterial von LAT.

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