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Rächt sich Rangnick mit Coup am BVB?

·Lesedauer: 4 Min.
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Rächt sich Rangnick mit Coup am BVB?
Rächt sich Rangnick mit Coup am BVB?

Die Meldung versetzte nicht nur Manchester, sondern den gesamten englischen Fußball in Aufregung.

Nicht die heißgehandelten Mauricio Pochettino oder Brendan Rodgers werden künftig Manchester United trainieren, sondern der gebürtige Backnanger Ralf Rangnick.

Das Debüt des 63-Jährigen als Coach der Red Devils wird sich zwar wegen der komplizierten Formalien aufgrund des Brexits womöglich noch um ein paar Tage verschieben.

Rangnick-Coup als Ansage an die restliche Premier League

Doch allein die Tatsache, dass Rangnick aller Voraussicht nach bis Saisonende United trainieren und anschließend dem Team beratend zur Seite stehen wird, ist eine klare Ansage aus Manchester an den Rest der Premier League.

Vor allem im Hinblick auf den Transfermarkt könnte dieser Schachzug für United noch einmal richtig wertvoll sein.

Wie mehrere englische Medien übereinstimmend berichten, soll Rangnick keinen Geringeren als den derzeit wohl begehrtesten Stürmer der Welt ins Old Trafford locken: Erling Haaland von Borussia Dortmund.

Der 21-Jährige, derzeit noch bis 2024 beim BVB unter Vertrag, steht gefühlt bei sämtlichen Top-Klubs im internationalen Fußball auf der Wunschliste. Dass es Haaland am Ende nach Manchester verschlagen könnte, ist aufgrund der Personalie Rangnick sicherlich nicht unwahrscheinlicher geworden.

Um diese These zu stützen, muss man sich gar nicht in den englischen Blätterwald begeben. Dafür reicht ein Blick in die Vergangenheit.

Haaland wechselt nach Salzburg

Denn Rangnick war daran beteiligt, Haaland einst aus dessen norwegischer Heimat Molde zu holen und ihn ins europäische Schaufenster zu stellen.

Im Januar 2019 wurden der damalige Teenager und dessen Vater Alf-Inge von einem Wechsel zu RB Salzburg überzeugt.

Rangnick war zu diesem Zeitpunkt zwar Cheftrainer bei RB Leipzig, hatte aber auch im gesamten Red-Bull-Imperium noch so viel Einfluss, dass man ihm durchaus einen Anteil am Wechsel des Norwegers in die Mozartstadt zuschreiben kann.

Haalands Stern geht auf

In Salzburg ging der Stern des Erling Haaland dann erstmals auch über dem europäischen Himmel auf. In der Gruppenphase der Champions League 2019/20 erzielte er sage und schreibe acht Tore.

Die Konsequenz: Schon im Achtelfinale desselben Wettbewerbs spielte er bereits bei Borussia Dortmund – und ballerte einfach weiter.

Auch wenn er mit dem BVB gegen Paris Saint-Germain das Viertelfinale knapp verpasste, hatte er mit seinen zwei Toren im Hinspiel ein weiteres Achtungszeichen gesetzt – und seinen Marktwert weiter nach oben geschraubt.

Dass er von nun an die Tore für Dortmund und nicht weiter für RB schoss, war auch eine Niederlage für Rangnick.

Haaland-Wechsel zum BVB schmerzte Rangnick

„Es ist extrem schade gewesen, dass mit ihm zum ersten Mal, seit RB Leipzig in der Bundesliga spielt, man einen Spieler von Salzburg woanders hingehen lassen hat“, sagte Rangnick noch im vergangenen Jahr im MDR. „Schade für Leipzig, der hätte wie gemalt zu uns, unserer Mannschaft, zu unserer Spielweise gepasst.“

Im Januar 2020 war Rangnick schon zum Head of Sport and Development Soccer der Red Bull GmbH aufgestiegen und kümmerte sich hauptsächlich um die RB-Klubs in den USA und Brasilien. Doch Haalands Abgang von Salzburg nach Dortmund machte ihm offensichtlich schwer zu schaffen.

Seine Begründung des Wechsels zum BVB hörte sich jedenfalls eher nach der eines schlechten Verlierers an.

„Nach allem, was ich von ihm und seinem Vater weiß, war der Hauptgrund, dass Dortmund ihm einen Stammplatz garantieren konnte. Was nicht so schwer war, weil sie außer Paco Alcácer keinen zentralen Stürmer hatten. Alcácer war halb so groß wie Haaland und nur halb so schnell und doppelt so oft verletzt“, hatte er im MDR noch Anfang 2020 gegen den BVB gestichelt.

Schlägt United zukünftig bei RB zu?

Nun könnte für Rangnick also die Chance gekommen sein, sich nachträglich noch an Dortmund zu revanchieren und Haaland im zweiten Versuch zu sich zu holen. Das jedenfalls dürfte auch hinter den Bemühungen Uniteds stecken, den einstigen Erfolgstrainer des SSV Ulm, der TSG Hoffenheim, von Schalke 04 und RB Leipzig nach Manchester zu holen.

Und ganz nebenbei dürften sich die „Red Devils“ mit dieser Personalie auch gute Chancen ausrechnen, mit dem ewigen Erzrivalen vom FC Liverpool im Werben um die vielen gereiften Talente aus der RB-Schule besser konkurrieren zu können.

Mit Sadio Mané, Ibrahima Konaté und Takumi Minamino standen beim 4:0-Sieg der Reds am Samstag gegen den FC Southampton nicht weniger als drei Spieler auf dem Feld, die zuvor entweder in Salzburg oder Leipzig zu europäischen Top-Spielern geformt wurden. Dazu kommt mit Naby Keita ein Profi, der sowohl in Leipzig als auch in Salzburg spielte.

Sollte mit Haaland der nächste Spieler mit RB-Vergangenheit nicht in Liverpool, sondern bei Manchester United unterschreiben, hätte sich das Engagement von Rangnick für die „Red Devils“ schon gelohnt.

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