Haas kein Ferrari-"Sklave": "Müssen auf uns selbst schauen"

Norman Fischer
motorsport.com

Das Haas-Team gilt dank seiner Kooperation mit Ferrari fast schon als B-Team der Scuderia, in wichtigen Fragen stellen sich die Amerikaner aber trotzdem gegen den Willen der Roten - wie etwa bei den Diskussionen rund um die Budgetgrenze. "Wir sind keinesfalls ihre Sklaven", betont Teamchef Günther Steiner.

Haas will und muss seine eigenen Entscheidungen treffen. "Wenn wir uns an ihnen orientieren, dann gehen wir unter. Das wissen sie", sagt Steiner gegenüber 'RaceFans.net'. Daher würde Ferrari auch eine andere Meinung akzeptieren: "Ich denke, unsere Beziehung ist stark genug, dass wir uns nicht immer einig sein müssen."

Haas bezieht von Ferrari eine Menge Teile und möchte das auch in Zukunft so handhaben. Dass die unterschiedlichen Meinungen daran etwas ändern, glaubt Steiner nicht. "Der Respekt zwischen Ferrari und uns ist noch immer da", sagt er. Zwar gebe es Diskussionen, allerdings habe man sich der Scuderia noch nie unterworfen. "So funktioniert eine gute Beziehung."

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Auch würde er sich nicht generell gegen Ferrari oder einzelne Personen des Teams stellen. "Ich muss die Zukunft unseres Teams beschützen", so der Teamchef. Und wenn er seine Meinung dabei nicht offen ausdrücken würde, woher sollen die anderen dann wissen, was Haas möchte?

"Natürlich könnte ich einfach zu allem ja sagen", ergänzt Steiner, "und dann wären wir im nächsten Jahr nicht mehr da. Aber was würde Ferrari das bringen? Nichts."

Mit Bildmaterial von LAT.

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