Haas-Team: Fahrerbekanntgabe vor dem nächsten Rennen

Christian Nimmervoll
motorsport.com

Die Fahrersituation beim amerikanischen Haas-Team wird immer klarer. Noch vor dem Grand Prix von Singapur (20. bis 22. September) könnte die Entscheidung, wer 2020 Teamkollege von Kevin Magnussen wird, bekannt gegeben werden. Das hat Teamchef Günther Steiner in einem exklusiven Interview mit dem Formel-1-Podcast 'Starting Grid' verraten.

"Wir hoffen, den Fahrer in der nächsten Woche bekannt zu geben", sagt Steiner und bestätigt, dass außer Romain Grosjean und Nico Hülkenberg niemand mehr Chancen hat: "Es ist zwischen Nico und Romain. Wir haben die endgültige Entscheidung noch nicht getroffen, aber die wird bald kommen."

Die Fakten liegen aus Sicht von Steiner und Teameigentümer Gene Haas auf dem Tisch. Im Podcast bestätigt Steiner, dass es jetzt nur noch darum geht, eines Morgens aufzuwachen und zu spüren, welche Richtung für die Zukunft die richtige ist.

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Was die Verhandlungen mit Hülkenberg betrifft, scheint auch das Thema Geld bereits geklärt zu sein. Steiner hatte zuletzt angedeutet, dass man sich nicht jeden Fahrer leisten könne, der auf dem Markt ist. Aber Hülkenberg hat bei Renault in den vergangenen drei Jahren kolportierte 18 Millionen Euro verdient. Das macht ihn mutmaßlich für seinen nächsten Vertrag etwas flexibler.

"Nicos Finanzen möchte ich nicht diskutieren - ob er genug Geld hat, ob er mehr will. Das muss er entscheiden", sagt Steiner. "Es geht nicht nur um Finanzen und ums letzte Rennen. Für uns geht's mehr ums Team: Was haben wir erreicht, was wollen wir erreichen?"

Hülkenberg bezeichnet der Südtiroler als "sehr guten Fahrer" und "sehr guten Typen". Zu Grosjean fällt ihm in der "Schnellfeuer-Schlussrunde" des Podcasts spontan ein: "Rauf und runter, Höhen und Tiefen." Und: "Romain ist an einem guten Tag bestimmt gut. Nur hat er manchmal ein paar Tage dabei, die nicht so gut sind. Das ist das Problem mit ihm."

Kein Thema ist indes eine Verpflichtung von Ferrari-Simulatorfahrer Pascal Wehrlein. Steiner bestätigt zwar, dass der Deutsche für die Saison 2017 bei Haas "auf der Liste" stand, aber: "Jetzt ist er seit zwei Jahren aus der Formel 1 weg." Ein Dealbreaker für das noch junge Team, das lieber einen erfahrenen Piloten engagieren möchte.

Steiner bestätigt, "kürzlich" mit Wehrlein gesprochen zu haben: "Vor ein paar Rennen war er mal an der Strecke. Da ist er mich besuchen gekommen und hat mich gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt. Ich habe gesagt: 'Leider nicht.' Aus dem Grund, dass er zwei Jahre nicht in der Formel 1 war. Wir wollen schon jemanden, der Erfahrung hat und lange dabei ist."

Das komplette Interview mit Günther Steiner (rund 50 Minuten) gibt's im Radioplayer auf 'Motorsport-Total.com' zum Nachhören. Produziert wird 'Starting Grid' in Kooperation mit 'meinsportpodcast.de'. Der beliebte Formel-1-Talk ist auch auf Podcast-Plattformen wie iTunes verfügbar, komfortabel zum Beispiel für die nächste Autofahrt.

Mit Bildmaterial von LAT.

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