Haas weiter verwirrt: Bringt ein Hybrid-Bolide Erkenntnisse?

Norman Fischer
motorsport.com

Haas hat ein äußerst frustrierendes Rennen von Spa-Francorchamps hinter sich. Der Rennstall musste in Belgien mit viel Abtrieb fahren, weil man sonst die Reifen nicht in den Griff bekommen hätte und zu langsam gewesen wäre. Dadurch war man allerdings auf den Geraden zu langsam und im direkten Zweikampf chancenlos.

Am Ende fiel Romain Grosjean trotz guter Ausgangslage und Pace weit außerhalb der Top 10, weil man nicht an Daniel Ricciardo vorbeikam. In Monza droht Haas ein ähnliches Schicksal: "Was die Papierform angeht, bin ich nicht zuversichtlich", sagt der Franzose. Für Haas scheint der Rest der Saison ein weiterer Testlauf zu werden.

Denn das Team möchte weiter mit unterschiedlichen Autos experimentieren. In Monza und Singapur sollen beide Fahrer auf das neue Auto setzen, in Sotschi soll das alte Auto noch einmal zum Einsatz gebracht werden. Allerdings soll das eine Art Hybrid werden, weil man dort von beiden Fahrzeugen Teile einbauen möchte.

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"Wir haben dann drei Chassis, die ganz einfach zwischen alter Lady, neuer Lady und dem Hybrid-Ding ausgewechselt werden können", so Grosjean. Das sei für ihn auch die beste Lösung. "Wenn alles funktioniert, sollte man so etwas natürlich nicht tun müssen, aber wir haben eben Dinge, die nicht so funktionieren, wie sie sollen."

Magnussen: Andere schaffen es auch ...

Schon das ganze Jahr über kämpft Haas mit den Reifen, die einfach auf dem Longrun gesehen nicht das tun, was Haas möchte. "Natürlich ist es einfach zu sagen, dass die Reifen nicht funktionieren, aber es ist eher, dass wir die Reifen nicht zum Arbeiten bekommen", sagt Kevin Magnussen. "Irgendetwas passt da nicht."

Kevin Magnussen ist über die aktuelle Leistung des Fahrzeugs frustriert

Kevin Magnussen ist über die aktuelle Leistung des Fahrzeugs frustriert <span class="copyright">LAT</span>
Kevin Magnussen ist über die aktuelle Leistung des Fahrzeugs frustriert LAT

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"Aber so ist es im Moment nun einmal", ergänzt er. "Wir müssen uns da durchkämpfen. Manchmal ist es gut, dass der Funk nur funktioniert, wenn wir draufdrücken ..."

Bis Haas das Problem in den Griff bekommen hat, sollte aber 2020 ober auf dem Kalender stehen. "Es gibt keine schnelle Lösung", sagt Magnussen. "Die endgültige Lösung werden wir erst im nächsten Jahr mit dem neuen Auto sehen. Wir versuchen aber noch, das Beste aus diesem Jahr zu machen und das Problem zumindest ein bisschen zu lösen, um hoffentlich noch ein paar Punkte zu holen."

Weitere Co-Autoren: Jonathan Noble. Mit Bildmaterial von Sutton.

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