Hamburgs Gideon Jung: "Provokationen gehören dazu"

Der HSV arbeitet sich langsam aus dem Keller, Jung ist zum Stammspieler gereift. Er hält sich dennoch zurück, hat die Methoden der Routiniers aber verinnerlicht.

Gideon Jung hat sich beim Hamburger SV zum Stammspieler entwickelt. Der Defensivmann bleibt jedoch bescheiden, wenngleich er die Tricks der Routiniers schon verinnerlich hat.

"Nein, das würde ich immer noch nicht sagen", antwortet Jung der MOPO auf die Frage, ob er inzwischen in der Bundesliga angekommen sei: "Da gehört mehr dazu." Für ihn ist lediglich eine Steigerung zum letzten Jahr zu erkennen.

Unter Markus Gisdol ist Jung jedoch gesetzt. Und so lernt er auch die Gegebenheiten in der Liga kennen: "Privat ist es kaum möglich, mich zu provozieren. Auf dem Platz aber gehören Provokationen für mich dazu. Kleinere Rangeleien sind doch normal."

Für ihn sei "Kopf an Kopf stehen" oder "mal heftig zu diskutieren" normal und für den Reiz des Fußballs mitentscheidend: "Dadurch zeigst du als Mannschaft auch Siegeswillen und setzt auf dem Platz Zeichen." Mit zwei gelben Karten in 21 Spielen kennt der 22-Jährige die Grenze aber genau.

In Zukunft will er noch weiter dazulernen. Etwa von Johan Djourou, den er zuletzt selbst verdrängt hatte: "Wie er mit Menschen umgeht und sich einbringt. Johan ist zu allen korrekt und ehrlich. Auch von seiner Präsenz auf dem Platz und seiner Zweikampfstärke kann ich mir eine Scheibe abschneiden."

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen