Hamilton-Entscheidung am Mittag

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Hamilton-Entscheidung am Mittag
Hamilton-Entscheidung am Mittag

Auf der Zielgeraden der Formel-1-Saison bahnt sich in Brasilien ein kleines Drama um die beiden WM-Rivalen an. Schon nach dem Qualifying war der Mercedes von Rekordweltmeister Lewis Hamilton am Freitag beanstandet worden, dem Engländer droht damit beim Sprint am Samstag sogar ein Start aus der Boxengasse.

Die Entscheidung wird erst im Laufe des Samstags fallen, das teilten die Stewards mit. Sie werden sich dann aber auch mit Hamiltons Kontrahenten Max Verstappen befassen müssen - und dieser Fall hängt wohl ziemlich direkt mit Hamiltons möglichem Vergehen zusammen: Verstappen hatte gleich nach dem Qualifying den Heckflügel an seinem Red Bull begutachtet und diesen auch berührt, dies wiederholte er anschließend an Hamiltons Mercedes. Damit verstieß Verstappen gegen die Parc-ferme-Regeln. Der Niederländer muss am Samstag um 9.30 Uhr Ortszeit (13.30 Uhr MEZ) zur Rennleitung.

Startaufstellung für Sprint noch ungewiss

Besonders pikant ist all das, weil es offenbar das Red-Bull-Team war, das die Untersuchung des Mercedes-Hecks überhaupt erst eingefordert hatte. Die Strecke in Sao Paulo sollte eigentlich dem Verstappen-Rennstall liegen, stattdessen war Mercedes im Qualifying deutlich schneller. Das weckte einen Verdacht bei Red Bull, dem Verstappen dann gleich persönlich nachging - dafür könnte er nun sanktioniert werden. Ob tatsächlich eine Strafe verhängt wird und wie diese dann ausfallen würde, ist allerdings deutlich offener als in Hamiltons Fall.

Denn dort geht es um ein möglicherweise irreguläres Auto im Qualifying, das Ergebnis der Session wäre dann entscheidend beeinflusst worden. Der Vorwurf: Bei Einsatz des Drag Reduction Systems (DRS) öffnete sich der verstellbare Heckflügel zu weit. Das erlaubte Maximum zwischen dem oberen und unteren Element sei überschritten worden, das teilte der Automobil-Weltverband FIA mit.

Die Startaufstellung für den Sprint am Samstagabend deutscher Zeit ist damit noch ungewiss. Hamilton hatte sich Rang eins vor WM-Spitzenreiter Verstappen und seinem finnischen Teamkollegen Valtteri Bottas gesichert. In dem Kurzrennen geht es allerdings in erster Linie um die Startplätze für den Grand Prix am Sonntag, die drei Schnellsten über 24 Runden sichern sich zudem Punkte (3-2-1). Für das eigentliche Rennen, den viertletzten WM-Lauf der Saison, erwartet Hamilton zudem aufgrund eines Motorenwechsels ohnehin eine Strafversetzung um fünf Startplätze.

Der Brite liegt in der Fahrer-WM 19 Punkte hinter Verstappen. Wenn Verstappen Brasilien mit mindestens 24 Zählern Vorsprung verlässt, kann Hamilton seinen achten Titel in diesem Jahr nicht mehr aus eigener Kraft gewinnen.

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