Hamilton gibt zu: Habe den Druck von Bottas 2.0 gespürt

Norman Fischer

Viel wurde zu Beginn der Formel-1-Saison 2019 vom neuen Valtteri Bottas gesprochen, dem Bottas 2.0. Nach einer enttäuschenden Saison 2018 meldete sich der Finne beim Saisonauftakt in Melbourne eindrucksvoll zurück und zeigte es seinen Kritikern - inklusive der Ansage "to whom it may concern: fuck you".

Weltmeister Lewis Hamilton gibt zu, dass ihn das Gerede von Bottas 2.0 zu Beginn tatsächlich unter Druck gesetzt hatte. Bottas hatte nach seinem zweiten Sieg in Aserbaidschan die WM-Wertung noch einmal angeführt, bevor Hamilton mit vier Siegen in Folge einen beruhigenderen Vorsprung aufbaute.

"Die ersten Rennen laufen normalerweise nicht perfekt für mich. Sie sind nicht schlecht und immer noch besser als der Durchschnitt, aber dann kommt dieser Druck von außen mit Valtteri 2.0 und ich fange an zu denken: 'Es steht jetzt zwei zu zwei bei den Siegen'", sagt der Mercedes-Pilot.

Scrollen, um mit dem Inhalt fortzufahren
Anzeige

"Ich muss im Kopf stark bleiben und darf die Sachen von außen nicht an mich heranlassen", so Hamilton weiter, der aber zugibt, dass ihn das Thema beschäftigt hat: "Als menschliches Wesen ist es ziemlich schwierig, solche Dinge nicht zu bemerken."

Aus der Bahn werfen lassen hat sich Hamilton davon jedoch nicht. Neun weitere Siege ließ der Brite auf dem Weg zum sechsten WM-Titel folgen, mit 413 Punkten holte er so viele Zähler wie noch nie zuvor in einer Saison.

Gefragt, ob er eine konstante Saison gegenüber einer solchen mit Wow-Momenten bevorzugt, antwortet er: "Mehr Konstanz in den Rennen war für mich wirklich wichtig." Allerdings sei es nicht die Absicht gewesen, für keine Wow-Momente zu sorgen. "Ich habe in diesem Jahr nach der Wow-Runde gesucht. Um ehrlich zu sein hatte ich schon gute Runden, die sich aber nicht unbedingt im Ergebnis gezeigt haben."

"Ich denke, dass sich einige zweite Plätze, bei denen ich die Ferraris splitten konnte, für mich schon wie Wow-Runden angefühlt haben, aber weil ich nicht mit einer halben Sekunde Vorsprung auf Pole stand, sah es für euch nicht danach aus", so Hamilton. "Aber für mich selbst schon."

Mit Bildmaterial von LAT.

Lesen Sie auch