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"Hamilton hat ein bisschen Diva-Probleme"

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"Hamilton hat ein bisschen Diva-Probleme"
"Hamilton hat ein bisschen Diva-Probleme"

Es war ein hartes Wochenende für Lewis Hamilton, nicht nur körperlich.

Die heftigen, durch das „Bouncing“ seines Boliden verschärften Rückenprobleme des siebenmaligen Weltmeisters waren beim Grand Prix in Baku das große Thema - aber auch das sportliche Abschneiden versetzte dem Briten kleine Stiche.

Platz 7 im Qualifying, Platz 4 im Rennen: Für den erfolgsverwöhnten Hamilton entspricht das noch immer nicht den Ansprüchen. Und was wieder einmal ein zusätzlicher Hieb war: Der junge, als Star der Zukunft hoch gehandelte Teamkollege George Russell war an beiden Tagen besser und vergrößerte damit auch den ohnehin hohen Abstand im teaminternen Duell in der Gesamtwertung (99:62).

Hamilton vs. Russell: Machtwechsel bei Mercedes?

Eine Momentaufnahme, die sich relativieren wird, wenn Mercedes wieder stärker ist und der 37 Jahre alte Hamilton wieder zu 100 Prozent motiviert, seine historische Mission zu erfüllen, alleiniger Rekord-Champ vor Michael Schumacher zu werden? Oder der Vorbote einer Götterdämmerung?

Die F1-Kenner debattieren seit längerem angeregt - und die Ex-Piloten Marc Surer und Christian Danner glauben, dass das Phänomen damit zu tun hat, dass Hamilton in bestimmter Hinsicht zu „verwöhnt“ ist.

Formel-1-Experten: Hamilton „verwöhnt“

Der 24 Jahre alte Russell habe aktuell einen entscheidenden Vorteil im Vergleich mit Hamilton.

„Er ist drei Jahre lang mit einem Scheiß-Auto gefahren, mit dem Williams“, sagte Surer im AvD Motor & Sport Magazin auf SPORT1. Russell sei es gewohnt, sich darauf einzustellen, Kompromisse einzugehen. Hamilton hingegen sei da „verwöhnt, er hat immer ein perfektes Auto gefahren“.

Experten-Kollege Danner schlug in dieselbe Kerbe. Russell sei „absolut spitze“ und zeige Hamilton, „der so ein bisschen seine Diva-Probleme hat, wo der Bartel den Most holt“.

Schlägt Hamilton in Kanada zurück?

Überbewerten wollen beide die aktuelle Lage im Mercedes-Duell allerdings nicht: Russell habe in dieser Saison des Öfteren auch „das Glück des Tüchtigen“ gehabt, erinnerte Danner - und jemanden wie Hamilton dürfe man nie abschreiben, mit seinem „starken Rennen“ habe er das auch in Baku bewiesen.

Surer wird noch deutlicher: „In dem Moment, wo der Mercedes wieder siegfähig ist, dann kommt die Klasse von Lewis Hamilton zurück. Er ist einer, der ein perfektes Auto noch perfekter machen kann. Im Moment ist das Auto nicht perfekt.“

Am kommenden Wochenende in Kanada - das Hamilton trotz seiner Rückenprobleme fest im Visier hat - hat er die nächste Gelegenheit, die teaminterne Hierarchie geradezurücken.

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