Handball: Bitter derzeit pro WM-Austragung - Infektion "total unerklärlich"

SID
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Köln (SID) - Der an Corona erkrankte Handball-Nationaltorhüter Johannes Bitter (TVB Stuttgart) hat sich in der Diskussion um die WM in Ägypten im Januar für eine Austragung positioniert. "Stand jetzt glaube ich, dass wir die WM auf jeden Fall spielen können", sagte der Weltmeister von 2007 in einem Sportschau-Interview am Montag.

Allerdings habe er großes Verständnis für gegenläufige Meinungen, wie sie zuletzt unter anderem Patrick Wiencek vom THW Kiel geäußert hat. "Es ist schwierig, die Privatperson und den Sportler zu trennen", betonte Bitter: "Ich kann Patrick total verstehen. Wir müssen unsere Familien schützen, haben aber auch eine Verantwortung unserem Sport und den Verbänden gegenüber. Wir wissen manchmal selber weder ein noch aus, eine Entscheidung in die eine der andere Richtung kann fatale Folgen haben." Bis zum Abschluss der Meinungsbildung werde es noch einige Tage dauern.

Der Punkt für eine "knallharte Entscheidung" sei aus seiner Sicht nicht oder noch nicht gekommen. "Wenn man möglich macht, dass die Mannschaften früh anreisen, vernünftig getestet werden und in einer sicheren Bubble leben, dann glaube ich, dass das Risiko dort geringer ist, als wenn man zu Länderspielen in ganz Europa reist und immer wieder Mannschaften trifft, die vielleicht unter anderen Bedingungen reisen und leben", sagte der Vorsitzende der Spielergewerkschaft "GOAL".

Jedoch sei ihm selbst immer noch "total unerklärlich, wie diese Infektion zustande kam - und dann auch noch mit vier Leuten". Neben Bitter hatten sich im Zuge der Länderspielwoche auch Marian Michalczik (Füchse Berlin), Finn Lemke (MT Melsungen) und Juri Knorr (GWD Minden) mit Corona angesteckt.

"Ich hatte ein paar Tage Schlaffheit, der Geschmacks- und Geruchssinn waren eingeschränkt, aber es geht schon wieder bergauf", sagte Bitter (38) und berichtete von einem "relativ milden Verlauf".