Handball-EM: Nächster Thriller! DHB-Team verspielt den Gruppensieg

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Deutschland hat sein letztes Vorrundenspiel bei der EM in Kroatien mit einem Remis beendet. Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop trennte sich in der Arena Zagreb mit 25:25 (12:11) von Mazedonien und muss sich damit mit Rang zwei in Gruppe C hinter den Mazedoniern zufrieden geben.

Handball-EM: Nächster Thriller! DHB-Team verspielt den Gruppensieg

Deutschland hat sein letztes Vorrundenspiel bei der EM in Kroatien mit einem Remis beendet. Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop trennte sich in der Arena Zagreb mit 25:25 (12:11) von Mazedonien und muss sich damit mit Rang zwei in Gruppe C hinter den Mazedoniern zufrieden geben.

Deutschland hat sein letztes Vorrundenspiel bei der EM in Kroatien mit einem Remis beendet. Die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop trennte sich in der Arena Zagreb mit 25:25 (12:11) von Mazedonien und muss sich damit mit Rang zwei in Gruppe C hinter den Mazedoniern zufrieden geben.

Damit geht die deutsche Auswahl mit lediglich zwei Punkten in die nächste Runde. In der Hauptrunde heißen die Gegner Spanien, Dänemark und Tschechien.

Mazedonien spielte von der ersten Sekunde an mit einem siebten Feldspieler und überrumpelte damit die deutsche Mannschaft. Hinzu kam eine 5:1-Abwehr, die dem Prokop-Team ebenfalls in den ersten Minuten große Schwierigkeiten bereitete. Der Bundestrainer reagierte auf die Angriffsvariante der Mazedonier, in dem er den nachnominierten Finn Lemke mit Hendrik Pekeler in den Mittelblock beorderte und links daneben auch noch Patrick Wiencek verteidigen ließ.

Nach einem zwischenzeitlichen 3:6-Rückstand kamen die Bad Boys über die Abwehr immer besser in die Partie. Sie provozierten Ballverluste oder zwangen Kiril Lazarov & Co. zu schwierigen Abschlüssen, die immer häufiger nicht ihr Ziel fanden. Im Gegenzug erzielte die DHB-Auswahl einige einfache Tore, durch einen 7:1-Lauf stellte Deutschland auf 10:7. Die Mazedonier beendeten ihr Spiel mit dem siebten Feldspieler vorerst, mit 12:11 ging es schließlich in die Pause.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs war das Team von Coach Raul Gonzalez giftiger. Der deutschen Mannschaft fiel im Angriff, in dem der in den ersten beiden Partien fast gar nicht berücksichtigte Steffen Fäth viel Spielzeit erhielt, nicht viel ein. Die Folge: Nach 42 Minuten führte der Außenseiter mit 19:16. Silvio Heinevetter kam nun für den im Verlauf der Partie schwächer werdenden Wolff ins Tor.

Deutschland musste sich wieder zurückkämpfen und tat das auch. Wenig überraschend besorgte der bärenstarke Steffen Weinhold in der 51. Minute das 21:20. Das DHB-Team konnte sich in der Folgezeit aber nicht absetzen. Mit 25:25 ging es in die letzten zwei Minuten - Drama pur!

15 Sekunden vor dem Ende parierte Heinevetter überragend gegen den völlig frei am Kreis stehenden Stojanche Stoilov. Der letzte Angriff gehörte Deutschland. Doch es gelang nicht mehr, einen vernünftigen Abschluss zu erspielen.

Die Daten zum Spiel

Anfangsformation DHB: Wolff - Gensheimer, Fäth, Weber, Weinhold, Reichmann, Pekeler

Torschützen Deutschland: Weinhold (8), Gensheimer (5 - 2 von 2 Siebenmeter), Wiencek (4), Weber, Fäth (beide 2), Reichmann, Pekeler, Groetzki, Drux (alle 1)

Torschützen Mazedonien: Taleski (6), Manaskov (5 - 3 von 3 Siebenmeter), Lazarov (5 - 0 von 1 Siebenmeter), Stoilov, Peshevski (beide 3), Kuzmanovski (2), Popovski (1)

Zwei-Minuten-Zeitstrafen: Deutschland 3 - Mazedonien 2

Der Star des Spiels: Filip Taleski

Der linke Rückraumspieler der Rhein-Neckar Löwen zeigte eine grandiose Vorstellung. Taleski war mit sechs Toren bester Werfer der Mazedonier und verwandelte sechs seiner acht Versuche (75 Prozent).

Der Flop des Spiels: Paul Drux

Ganz unglücklicher Auftritt des Berliners. War im Angriff erneut überhaupt kein Faktor - zumindest nicht im positiven Sinne. Traf nur einen seiner fünf Würfe (20 Prozent).

Die Reaktionen

Christian Prokop (Bundestrainer): "Mir geht es nicht ganz so gut. Wir hatten die Chance auf den Sieg, spielen es aber zu undiszipliniert in der letzten Szene."

Finn Lemke: "Jetzt geht das Turnier erst richtig los. Jetzt kommt die heiße Phase."

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