Handball: Katar wildert offenbar in Montenegro

Katars Handball-Nationalmannschaft ist dafür bekannt, mit nur wenigen Einheimischen aufzulaufen. Mit Vuko Borozan und Nebojsa Simic stehen nun offenbar zwei Nationalspieler Montenegros vor einem Nationenwechsel.

Katars Handball-Nationalmannschaft ist dafür bekannt, mit nur wenigen Einheimischen aufzulaufen. Mit Vuko Borozan und Nebojsa Simic stehen nun offenbar zwei Nationalspieler Montenegros vor einem Nationenwechsel.

"Die Spieler Borozan und Simic haben uns mitgeteilt, dass sie nicht mehr für die Nationalmannschaft Montenegros spielen werden, weil sie Angebote von anderen Nationalteams haben. Es ist ihre persönliche Entscheidung und wir wünschen ihnen viel Erfolg. Die Farben Montenegros werden von denen vertreten, die das Land in ihrem Herzen tragen", teilte der montenegrinische Verband mit.

Zwar sollen den beiden Spielern auch Angebote vom mazedonischen und vom slowenischen Verband vorliegen, die heißeste Spur führt allerdings in die Wüste: Sowohl Borozan, als auch Simic wurden bereits in Katar gesichtet, wie ein von Zarko Markovic über soziale Medien verbreitetes Foto zeigt. Markovic stammt ebenfalls aus Montenegro, spielt aber für die Weltauswahl aus der Wüste.

Der linke Rückraumspieler Borozan, 22 Jahre alt und bei Vardar Skopje unter Vertrag, lief letztmals Ende 2016 für Montenegro auf und ist damit erst Ende 2019 für ein anderes Land spielberechtigt. Sein 24-jähriger Landsmann und Torwart Simic, der zur kommenden Saison von Kristianstad nach Melsungen wechseln wird, spielte zuletzt im Juni 2014 für sein Heimatland und dürfte ab dem Sommer für Katar auflaufen.

Mit viel Geld zum Wechsel der Staatsbürgerschaft

Die Kataris gehen damit wohl ihren Weg weiter, Spieler aus allen möglichen Ländern mit sehr viel Geld zum Wechsel der Staatsbürgerschaft zu bewegen. Neben Markovic stehen beispielsweise auch der kürzlich schwer verunglückte kubanische Superstar Rafael Capote, Weltklasse-Torhüter Danijel Saric aus Bosnien oder mit dem Spanier Valero Rivera der erfolgreichste Trainer aller Zeiten im Emirat am Persischen Golf unter Vertrag.

So schaffte es Katar 2015 bei der WM im eigenen Land bis ins Endspiel. Bei der Weltmeisterschaft in Frankreich im Januar schalteten die Araber im Achtelfinale Deutschland aus.

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