Siege für Kiel und Löwen - Berlin unter Druck

Siege für Kiel und Löwen - Berlin unter Druck
Siege für Kiel und Löwen - Berlin unter Druck

Die Rhein-Neckar Löwen und Rekordmeister THW Kiel machen in der Handball-Bundesliga weiter Druck auf Spitzenreiter Füchse Berlin. Die Löwen festigten durch ihren 37:28 (16:14)-Erfolg gegen den TBV Lemgo ihren zweiten Rang hinter dem Tabellenführer, und Kiel behauptete durch ein 30:26 (12:10) gegen Frisch Auf Göppingen mit einem Spiel Rückstand seinen dritten Platz.

Berlin tritt erst am späteren Sonntagabend beim HSV Hamburg an. Am Tabellenende setzte sich die HSG Wetzlar durch einen 29:26 (13:11)-Sieg beim Abstiegsrivalen GWD Minden vorerst von der Gefahrenzone ab.

Die Löwen unterstrichen gegen Lemgo ihre Ambitionen erst nach dem Seitenwechsel durch einen dominanten Auftritt. Nationalspieler Juri Knorr war mit acht Treffern bester Werfer der Mannheimer, Uwe Gensheimer kam auf sechs Tore.

Knorr machte aus seiner Zufriedenheit über die Steigerung nach der Pause kein Hehl: "Die erste Halbzeit hat sich nicht richtig angefühlt, aber danach kommen wir direkt in einen Lauf und schaffen es, das Energielevel hochzuhalten. Das zeichnet uns aus."

Kiels überragender Spieler auf dem Parkett beim zweiten Sieg nacheinander war der Schwede Niclas Ekberg mit zehn Treffern. Den Gästen reichten acht Tore ihres Norwegers Kevin Gulliksen nicht, um die sechste Niederlage in den vergangenen sieben Ligaspielen zu verhindern.

Der THW hatte schon vor dem Anwurf Grund zur Freude. Der Pokalsieger verlängerte den Vertrag mit dem früheren Nationalspieler Steffen Weinhold um ein weiteres Jahr bis 2024. Der Rückraumspieler geht damit im nächsten Jahr in seine zehnte Saison beim THW. „Steffen ist zu einem echten Kieler Urgestein geworden. Je älter er wird, desto wichtiger wird Steffen. Ein absolut intelligenter Spieler, abwehrstark und mit einem großen Willen“, sagte Trainer Filip Jicha über den EM- und Olympia-Bronzemedaillengewinner von 2016.