Handbike-Unfall Alex Zanardi: Erste Untersuchungsergebnisse liegen vor

Heiko Stritzke
motorsport.com

Alessandro "Alex" Zanardi hat nicht seinen eigenen Unfall mit einer Handykamera gefilmt. Entsprechende angebliche Augenzeugenberichte, die am Wochenende durch die sozialen Netzwerke gingen, haben sich als "Fake News" herausgestellt. Er hatte beide Hände am Lenkrad.

Doch es gibt ein Video aus anderer Perspektive, das von der Staatsanwaltschaft direkt beschlagnahmt wurde. Ersten Auswertungen zufolge hat Zanardi bei etwa 40 km/h die Kontrolle über sein Handfahrrad verloren und ist in den LKW geknallt.

Dessen Fahrer soll alles in seiner Macht Stehende getan haben, um den Unfall noch zu verhindern. Das deckt sich mit Ergebnissen der Befragungen am Unfallort. Der LKW-Fahrer hatte weder unter Alkohol- noch Drogeneinfluss gestanden und auch Zanardis Trainer entlastete ihn.

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Zu klären gilt, warum Zanardi in den Gegenverkehr geriet. Hatte er die Kurve unterschätzt oder gab es einen Defekt am Fahrrad? Das muss in weiteren Untersuchungen geklärt werden.

Renn-Handfahrräder sind individuelle Maßanfertigungen für den jeweiligen Athleten. Sie sind alles andere als einfach zu kontrollieren. Schon kleinste Unterschiede in der Asphaltbeschaffenheit können das Fahrverhalten beeinflussen.

Zanardi war in die Entwicklung seines Handbikes persönlich eingebunden. Es stammt vom bekannten Rennfahrzeug-Fabrikanten Dallara. Das Gerät wird einer Reihe von Checks unterzogen werden. Es wird auch in Richtung der Veranstalter des Stafettenlaufs "Obiettivo 3" ermittelt, ob alle Sicherheitsvorschriften eingehalten wurden.

Mit Bildmaterial von BMW AG.

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