Staatshilfen? Köln bittet offenbar Regierung um Hilfe

SID
·Lesedauer: 1 Min.

Der abstiegsbedrohte Bundesligist 1. FC Köln zieht aufgrund der finanziellen Einbußen durch die Corona-Pandemie offenbar Staatshilfen in Erwägung.

Das berichtet das Handelsblatt und bezieht sich auf mehrere mit der Sache betrauten Personen.

Demnach habe der Klub beim Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) angefragt, welche Staatshilfen in Frage kämen. Unter anderem soll über eine Bürgschaft in Höhe von rund zehn Millionen Euro gesprochen worden sein.

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Das Bundeswirtschaftsministerium soll die Kölner allerdings an das Land Nordrhein-Westfalen verwiesen haben. Die Gespräche mit der NRW-Landesregierung sollen laut Handelsblatt noch andauern.

Köln: Wollen Hilfen nicht in Anspruch nehmen

Der Verein teilte auf Handelsblatt-Anfrage mit, dass man sich mit dem WSF als Instrument beschäftigt habe, aber nicht beabsichtige, dessen Hilfen in Anspruch zu nehmen. Weiter wollten sich die Rheinländer nicht äußern. Das Bundeswirtschaftsministerium und das nordrhein-westfälische Länderfinanzministerium wollten keine Stellungnahme abgeben.

Aufgrund der Coronakrise prognostizierten die Kölner im November für die vergangene und die aktuelle Saison einen Umsatzverlust von mindestens 40 Millionen Euro. Der WSF richtet sich an Konzerne und größere Mittelständler, die infolge der Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.

Unternehmen mit mehr als 249 Beschäftigten, einem Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro und einer Bilanzsumme von mehr als 43 Millionen sind berechtigt, Anträge auf Hilfen beim WSF zu stellen.

Schlusslicht Schalke 04 hatte im vergangenen Jahr vom Finanzministerium des Landes NRW die Zusage für die Erteilung einer millionenschweren Landesbürgschaft erhalten. Sie dürfte bei über 30 Millionen Euro liegen. Auch Werder Bremen erhielt dank einer Landesbürgschaft einen Corona-Kredit in Höhe von 20 Millionen Euro.