Handschlag-Eklat bei Klub-WM in Katar: So reagiert die Fifa

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Statt Handschlag gab es coronabedingt Faustgruß, als bei der Siegerehrung der Klub-WM in Katar Spieler und Trainer von Scheich Al Thani geehrt wurden - nur bei den beiden Schiedsrichterinnen blieb die Hand unten. Nachdem die augenscheinliche Brüskierung der Frauen für Aufregung gesorgt hatte, meldete sich nun die Fifa zu Wort.

AL RAYYAN, QATAR - FEBRUARY 11: Bayern Munich player Robert Lewandowski receives the Golden Ball Cup attends the ceremony after Bayern Munich won the FIFA Club World Cup final match against Tigres at Education City Stadium in Al Rayyan, Qatar on February 11, 2021. (Photo by Stringer/Anadolu Agency via Getty Images)
Robert Lewandowski erhielt einen Faustgruß vom Scheich - nicht allen wurde diese Ehre zuteil (Bild: Stringer/Anadolu Agency via Getty Images)

Die Siegerehrung nach dem Titelgewinn des FC Bayern bei der Klub-WM am Donnerstag verlief ganz nach Plan. So zumindest erklärt die Fifa, dass Scheich Joaan bin Hamad bin Khalifa Al Thani nahezu allen Beteiligten die Faust zum Gruß hinhielt - nicht jedoch den beiden Schiedsrichterinnen.

Weibliche Schiris "nicht auf entsprechende Personen zugegangen"

Den männlichen Schiris Esteban Ostojich, Nicolas Taran und Richard Trinidad hatte er den Faustgruß angeboten - bei der 4. Offiziellen Edina Alves Batista und der Ersatz-Assistentin Neuza Back tat er das nicht. Auch der Video-Schiedsrichter Julio Bascunan geht leer aus, allen weiteren Beteiligten streckt der Scheich wieder seine Hand zum Gruß entgegen.

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Nachdem unter anderem die "Bild"-Zeitung darüber berichtet hatte, gab die Fifa nun eine Erklärung über das Verhalten ab. "Die beiden Schiedsrichterinnen sowie auch einige Spieler und Teamoffizielle sind vorbei- und nicht direkt auf alle entsprechenden Personen bei der Siegerehrung zugegangen", wird die Organisation von "Focus" zitiert.

Futter für die Kritik an der WM 2022 in Katar

Der Handschlag-Eklat wirft einen Schatten auf die bevorstehende Fußball-WM in Katar voraus, die vorab für heftige Kritik sorgt. Nicht nur wegen der miserablen Arbeitsbedingungen für die Gastarbeiter aus ärmeren Ländern, die unter anderem für den Bau der Stadien ins Land geholt wurden, sondern auch wegen der Rolle der Frau in dem konservativen Land. So ist es Katar nicht unüblich, dass Männer Frauen, die nicht der eigenen Familie angehören, nicht berühren.

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