Hannawald: Frauen-Tournee ein "absolutes Muss"

SID
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Der ehemalige Weltklasse-Skispringer Sven Hannawald hat sich für die Einführung einer Vierschanzentournee für Frauen ausgesprochen. Dies sei ein "absolutes Muss", sagte der ehemalige Tournee-Sieger in der ARD.

Die Männer tragen derzeit die 69. Auflage des vielbeachteten Saisonhighlights auf den Schanzen in Oberstdorf, Garmisch-Patenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen aus. Ein Pendant für die Frauen existiert bislang nicht. Hannawald ist jedoch überzeugt, dass der Wettbewerb "in Zukunft kommt".

Zuletzt hatte sich Skisprung-Renndirektor Sandro Pertile vom Weltverband FIS grundsätzlich offen für eine Einführung gezeigt. Allerdings gebe es im Moment noch zu wenig Frauen auf höchstem Niveau, sagte Pertile im Interview mit dem Deutschlandfunk: "Wir können kein Top-Event für ein paar Athletinnen organisieren."

Skispringerin Katharina Althaus hatte wie andere Spitzenathletinnen für eine Austragung der Frauen-Tournee plädiert. "Ich sehe kein Problem darin, wieso es nicht auch eine Vierschanzentournee für Damen geben sollte", sagte sie im Interview mit go!d, dem Magazin der Deutschen Sporthilfe.

Es bestehe "ein Agreement der vier Tournee-Orte" und die Sponsoren hätten ebenfalls ihre Bereitschaft signalisiert, sagte Althaus.

Im diesjährigen Weltcup konnten die Frauen bislang erst einen Wettkampf bestreiten. Coronabedingt waren die ersten drei eigentlich geplanten Weltcup-Stationen gestrichen worden, Ramsau sprang für ein Springen kurzfristig als Ersatz ein.