Darum hat Liverpool kein Interesse mehr an Mahmoud Dahoud

Der Youngster wird die Fohlen im Sommer in Richtung der Schwarz-Gelben verlassen. Für Trainer Hecking die falsche Entscheidung.

Der FC Liverpool machte im Vorfeld der Saison 2016/17 Jagd auf Mahmoud Dahoud von Borussia Mönchengladbach. Mit seiner Energie, seinen Stärken im Passspiel und der Bereitschaft, die ganz weiten Wege auf dem Spielfeld zu machen, wirkte der Mittelfeldmann wie der perfekte Neuzugang für den ehemaligen englischen Rekordmeister.  

Bereits im vergangenen April meldete Goal das Interesse der Reds an Dahoud, als Jürgen Klopp dabei war, seine erste komplette Saison als Trainer an der Anfield Road zu planen. Er hatte den Junioren-Nationalspieler weit oben auf seinem Wunschzettel.

Pool wollte auf Dahoud warten

Neben Liverpool zeigten auch Borussia Dortmund und Tottenham Interesse an Dahoud. Allerdings wollte Gladbach den 21-Jährigen auf keinen Fall abgeben. Schon gar nicht, nachdem Dahouds Nebenmann Granit Xhaka den Klub Richtung Arsenal verlassen hatte. Er blieb also in der Bundesliga.

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Die Reds akzeptierten das und waren bereit, auf ihren Wunschspieler zu warten. Das Interesse sollte gehalten werden und ein Transfer für den kommenden Sommer erneut auf die Agenda kommen. Doch nachdem die Saison einige Monate alt war, im Dezember, erlosch das Interesse Liverpools. Warum war das so?

Das hat zu einem Großteil mit der Entwicklung des aktuellen Liverpooler Mittelfelds zu tun. Jürgen Klopp entschied sich, Jordan Henderson etwas zurückzuziehen und auf die Position des Sechsers zu beordern. Der Kapitän kam mit der neuen Rolle glänzend zurecht und etablierte sich als Motor seiner Mannschaft.

An Dahoud mochten die Liverpooler Verantwortlichen vor allem seine Fähigkeiten, spielerisch sicher zwischen Kurzpassspiel und langen Bällen wechseln zu können. Speziell letzteres ist für das direkte Angriffsspiel der Klopp-Elf unabdingbar. Mittlerweile ist auch Henderson zu einem glänzenden Passgeber geworden, der das Spiel auf mehrere Arten eröffnen kann.

Wijnaldum entpuppt sich als Glücksgriff

Henderson spielt in der Premier League aktuell 87 Pässe pro Spiel. Dahoud bringt es in der Bundesliga auf deren 59. Gini Winaldum, den der Klub vor der Saison für gut 25 Millionen Euro verpflichtete, entpuppt sich als ganz wichtiger Spieler für die Balance zwischen defensiver Disziplin und dem attackierenden Stil Klopps.

Wijnaldum hat bereits mehrere wichtige Treffer erzielt, spult in der Regel ein enormes Pensum ab und ist vor allem in wichtigen Spielen verlässlich. In dieser Disziplin tat sich Dahoud noch nicht hervor.

Adam Lallana wurde von Klopp in das zentrale Mittelfeld beordert. Ein Schachzug, der sich auszahlte. Der 28-Jährige ist offensiv eine Klasse stärker als Dahoud, alle 296 Minuten sammelt er einen Scorerpunkt. Außerdem weist er stärkere Werte bei den erfolgreichen Dribblings und der Passgenauigkeit auf.

Emre Cans Entwicklung ist gut. Der deutsche Nationalspieler, dessen Vertragsgespräche ins Stocken geraten sind, ist stark in der Luft, ein ordentlicher Ballschlepper und einer, der in physisch harten Spielen richtig aufblüht.

Lieber Keita als Dahoud

Trotzdem ist in Liverpools Mittelfeld natürlich noch Luft nach oben. Das zeigt unter anderem das Interesse an RB Leipzigs Naby Keita. Dieses Interesse macht aber auch deutlich, dass Liverpool sich eher nach einem dynamischen Antreiber denn nach einem Taktgeber umsieht.

Keita ist deutlich torgefährlicher, trifft alle 414 Minuten. Dahoud erzielt im Schnitt alle 1513 Minuten ein Tor. Keita absolvierte 3,7 erfolgreiche Dribblings pro 90 Minuten, Dahoud im Schnitt 1,4.

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Dahoud ist dennoch ein Spieler, der in Liverpools System passen könnte. Allerdings stellt er mittlerweile keinen großen Fortschritt zum vorhandenen Personal mehr da.

Die Situation ist ein Beispiel dafür, wie ein Transferplan sich ändern kann, wenn die aktuellen Spieler sich weiterentwickeln und plötzlich andere Eigenschaften gefordert sind, um die Mannschaft zu verbessern.

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