Havertz: Das war seine größte Angst kurz vor dem goldenen Tor

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Kai Havertz erzielt im Champions-League-Finale das entscheidende Tor. Jetzt erzählt er, was er im Moment des Abschlusses dachte. Auch über Trainer Thomas Tuchel spricht er.

Champions League Finale Manchester City gegen Chelsea: Kai Havertz macht das entscheiden Tor
Diesen Moment wird Kai Havertz wohl niemals vergessen. (Bild: REUTERS/Susana Vera)

Es lief die 42. Minute des Champions-League-Finales 2021 zwischen dem FC Chelsea und Manchester City. Havertz startete in die Gasse und bekam den Ball von Mason Mount perfekt serviert. Der 22-Jährige umkurvte City-Keeper Ederson und schob den Ball zum 1:0-Siegtreffer ins leere Tor.

Durch den Treffer wurde Havertz auf einen Schlag zum Helden der Chelsea-Fans. Nun hat er verraten, was im dabei durch den Kopf ging. Auf die Frage, ob dieser Moment, als er Ederson umkurvte und das leere Tor vor sich hatte, gefühlt ewig war, antwortete Havertz auf der Chelsea-Website: "Ja, hundertprozentig."

Havertz: "Dann bist du auf YouTube"

Havertz hatte vor allem die Folgen eines möglichen Versagens im Kopf. "Diese Momente sind immer die schlimmsten, weil du denkst: 'Wenn ich den nicht mache, dann bist du natürlich auf YouTube, auf Instagram und in jedem Meme.' Also habe ich nur gedacht: 'Bitte, ich muss jetzt ein Tor machen'."

Er ergänzte: "Dann ist es natürlich passiert und das sind dann die besten Momente im Fußball."

Auch zu den Aussagen seines Trainers Thomas Tuchel nahm Havertz Stellung. Der hatte gesagt, er habe zu Beginn der Vorbereitung gesehen, dass Havertz einen großen Schritt gemacht habe und dass er ihn pushen werde, sein großes Potenzial zu erreichen. "Wenn man Erfolg hat und ein wichtiges Tor schießt, gibt einem das natürlich Selbstvertrauen, aber ich denke, es geht nicht nur um Selbstvertrauen", sagte der Nationalspieler.

Er fühle sich in London sehr wohl, "ich kenne die Spieler, ich kenne das Personal, ich kenne die Spiele und die Gegner ein bisschen besser, und manchmal hilft einem das auch sehr."

Tuchel als Trainer gut für Havertz

Havertz betonte: "Aber für mich ist Selbstvertrauen das Wichtigste im Fußball, und wenn man das hat, ist man sehr stark und besser. Es war also eine Kombination aus Selbstvertrauen und dem Gefühl, mehr zu Hause zu sein."

Tuchel habe hohe Anforderungen an jeden Spieler. "Er erwartet immer viel von dir, wenn du in der Startelf stehst, auch wenn du eingewechselt wirst, also musst du dir und dem Trainer immer zeigen, was du kannst und dass du bereit bist zu spielen."

Ihm persönlich gefalle das, denn er sei noch jung und müsse noch viel lernen. "Ich bin erst 22 und habe noch so viele Jahre vor mir. Manchmal möchte ich auch wissen, wenn ich etwas nicht gut mache. Deshalb ist es gut für mich, einen Trainer zu haben, der mir in solchen Situationen hilft und der mich auch immer verbessern will. Das ist sehr schön für mich."

Tuchel kritisierte Havertz

Zuletzt hatte sich Tuchel allerdings kritisch über Havertz geäußert. "Ja, ich scheue mich nicht davor, es zu sagen: Wir haben erwartet, mehr von ihm in den Spielen zu sehen - gleichzeitig ist es aber wichtig, dass ich das Gefühl habe, dass das ganze Team vielleicht ein wenig in den Erwartungen feststeckt", sagte der Ex-BVB-Trainer auf einer Pressekonferenz.

Tuchel führte weiter aus: "Wir wollen absolut mehr von Kai sehen, was er liefern kann, der ist natürlich voller Talent. Niemand ist böse auf ihn - aber wenn man für Chelsea spielt, wollen wir das Beste aus einem herausholen."

In der laufenden Saison war Havertz in neun Pflichtspielen erst an zwei Treffern beteiligt.

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