HBL will Saison nach Möglichkeit fortsetzen

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Sport1

Die Handball-Bundesliga (HBL) wird ihre wegen der Coronakrise momentan unterbrochene Erstliga-Saison vorerst nicht abbrechen.

Diese Entscheidung fällten die 18 Bundesligisten bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am Montag. Die aktuelle Spielzeit bleibt damit zunächst bis zum einschließlich 22. April ausgesetzt.

"Die Sitzung war sehr konstruktiv. Wir sitzen alle in einem Boot und rudern sehr kräftig in dieselbe Richtung, damit wir die Liquidität an unseren Standorten erhalten können", sagte HBL-Präsident Uwe Schwenker dem SID: "Ein vorzeitiges Saisonende kommt zum jetzigen Zeitpunkt für uns nicht infrage."

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Die HBL hält damit am Präsidiumsbeschluss fest, die Saison nach Möglichkeit zu Ende zu spielen. "Dies ist allerdings von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie und den damit in Zusammenhang stehenden politischen, gesetzlichen und behördlichen Rahmenbedingungen abhängig", heißt es in einer HBL-Mitteilung: "Die Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung hat dabei selbstverständlich höchste Priorität."


HBL bemüht sich um staatliche Gelder wegen Coronakrise

Statt am Montag das vorzeitige Saisonende zu beschließen, wurde den Klubs während einer mehrstündigen Telefonkonferenz ein Managementfahrplan zur Erfassung des zu erwartenden wirtschaftlichen Schadens und zur Eindämmung der wirtschaftlichen Risiken vorgestellt. Die Klubs der HBL stünden vor "nie dagewesenen Herausforderungen".

"Wir versuchen alles in unserer Macht stehende zu tun, es aus eigener Kraft zu schaffen, bemühen uns aber natürlich auch um staatliche Gelder", sagte Schwenker: "Wir sind froh, dass der Staat Überbrückungsmöglichkeiten bietet, die schnell und unbürokratisch helfen."

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Der bis dato letzte Bundesliga-Spieltag wurde am vorvergangenen Wochenende ausgetragen. Die Spieltage 28, 29 und 30 sind in der obersten Spielklasse ebenso auf unbestimmte Zeit verschoben wie das Final Four des DHB-Pokals in Hamburg (4./5. April).

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