Heckings mutiger Weg trägt Früchte

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Heckings mutiger Weg trägt Früchte
Heckings mutiger Weg trägt Früchte

Flutlicht an am Samstagabend! Wir freuen uns auf unser erstes Samstags-Topspiel, das wir live aus dem Nürnberger Max-Morlock-Stadion in Nürnberg übertragen werden. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2. Bundesliga)

Und dafür gibt‘s auch gute Gründe. Im Schatten der hoch gehandelten Bremer, Hamburger und Schalker hat sich der Club in beste Position gespielt und geht als einziges ungeschlagenes Team der Liga am Samstag mit breiter Brust in das Duell mit Hannover 96.

Es wird also spannend zu beobachten, ob der FCN so weitermacht und zum ernsthaften Aufstiegskandidat reift.

Nürnberg: Hecking holte Trainer Klauß zum Club

Als die Nürnberger sich vor der letzten Saison für Robert Klauß als neuen Cheftrainer entschieden, war ich schon ziemlich überrascht. Es war die erste gravierende Entscheidung vom neuen Sportvorstand Dieter Hecking.

Und es war damit die erste gravierende Entscheidung für diesen Dieter Hecking als Sportvorstand überhaupt, nach zuvor zwanzig Jahren als Trainer auf nun neuem Terrain. Er entschied sich für einen Trainer ohne jede Chefcoach-Erfahrung. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der 2. Bundesliga)

Robert Klauß arbeitete bis dahin zehn Jahre als Jugend- und Co-Trainer bei RB Leipzig, in den letzten zwei Jahren als Assistent unter Ralf Rangnick und Julian Nagelsmann.

Hecking setzte mit Klauß auf einen Trainer mit der Referenz 2018 den Fußballlehrer-Lehrgang mit 1,0 als Jahrgangsbester abgeschlossen zu haben, aber eben auch auf ein Greenhorn als Chefcoach. Ziemlich mutig.

Klauß durfte trotz zäher Saison bleiben

Nürnberg und Hecking wählten damit einen authentischen Kurs und machten den zweiten Schritt in der letzten Saison, auch in schwierigen Phasen nicht ins Wackeln zu geraten und den mutigen Weg mit dem recht unerfahrenen Trainer weiterzugehen.

In der Abschlusstabelle der vergangenen Spielzeit landete der Club letztlich auf Platz elf, was vom Prinzip sicher nicht den fränkischen Ansprüchen genügen kann. Aber man hielt besonnen im Auge, wo man herkam: aus den dramatischen Relegationsspielen mit Ingolstadt und dem mit viel, viel Glück in allerletzter Sekunde erreichten Klassenerhalt.

Und so blieb man auch im Sommer von einer guten Perspektive unter Klauß überzeugt und ging gemeinsam in die zweite Saison.

Aktuell macht es den Eindruck, als ob der Club mit Klauß nun die nächsten großen Schritte macht. Nürnberg ist ungeschlagen und das dadurch spürbare Selbstvertrauen entwickelt sich zur Eigendynamik.

Nürnberg ist eine Macht im eigenen Stadion

Besonders Zuhause ist der FCN stabil und nimmt die Fans der Franken emotional mit. Hinten wurde Torwart Mathenia, Matchwinner beim letzten Heimspiel gegen Rostock, zur absoluten Säule und kassierte in vier Heimspielen mal gerade ein Gegentor. (DATEN: Die Tabelle der 2. Bundesliga)

Vorne wird plötzlich ein Lino Tempelmann zum Shootingstar, der mit seinen gerade mal 1,74 Körperhöhe schon drei Kopfballtore erzielte und als Top-Torschütze so richtig aufblüht. Und in der Mitte dirigiert Johannes Geis, aufstiegserfahren mit Fürth und Köln.

Nun also kommt die schwankende „Wundertüte“ aus Hannover, nach zwei „Zu-Null-Siegen“ gegen St. Pauli und Kiel scheinbar auf steilem Weg nach oben, dann aber gegen Sandhausen zuhause übel gestolpert.

Wir freuen uns auf ein reizvolles Duell zweier Erstliga-Dinos, die 2019 gemeinsam abstiegen und es zusammen auf 63 Erstligajahre bringen. Jetzt treffen sie sich zum Traditionsduell am Samstagabend, unter Flutlicht, live als Top-Spiel bei SPORT1.

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