Heftiger Crash von Neuville beendet Hyundai-Test in Finnland vorzeitig

Giacomo Rauli
motorsport.com

Anfang April hatte der Automobil-Weltverband (FIA) im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie ein zweimonatiges Testverbot ausgegeben. Dieses betraf neben der Formel 1 unter anderem auch die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Seit Montag der vergangenen Woche (1. Juni) ist das Verbot aufgehoben und Hyundai ist das erste WRC-Team, das diese Gelegenheit genutzt hat.

Bei einem Hyundai-Privattest in Finnland wurde am Dienstag eine aerodynamische Neuerung erstmals ausprobiert. Thierry Neuville und Beifahrer Nicolas Gilsoul rückten mit dem sogenannten Hyundai i20 Coupé WRC Plus aus. Allerdings gab es auch direkt einen Unfall.

Nachdem Neuville die abgesteckte Teststrecke bereits mehrmals befahren hatte, verlor er bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle, kam von der Piste ab und legte einen Überschlag hin. Während das Auto sowohl an der Front als auch am Heck stark beschädigt wurde, kamen Neuville und Gilsoul mit dem Schrecken davon.

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Das Aero-Update, das man zumindest kurz testen konnte, betrifft die hinteren Radkästen. Diese sind an den WRC-Autos an der Hinterseite seit Jahren offen und tragen aerodynamische Profile in sich.

Die bisherige Lösung: 13 waagerechte Aero-Profilen in den hinteren Radkästen

Die bisherige Lösung: 13 waagerechte Aero-Profilen in den hinteren Radkästen <span class="copyright">Hyundai</span>
Die bisherige Lösung: 13 waagerechte Aero-Profilen in den hinteren Radkästen Hyundai

Hyundai

Waren bei Hyundai bislang 13 waagerechte Profile im Radkasten eingebaut, so bestand das Update nun aus drei senkrecht eingebauten Profilen (Titelfoto). Damit verändert sich der Luftstrom am Heck des Autos, was dem Topspeed zu Gute kommen soll.

Doch aufgrund des beim Überschlag stark beschädigten Autos musste Hyundai den eigentlich über mehrere Tage geplant gewesenen Test direkt am ersten Tag beenden.

Mit Bildmaterial von Giacomo Rauli.

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