Heidi Klum löscht nach Kritik Post zu US-Protesten

Vanessa PeschlaLifestyle Editor
Yahoo Style Deutschland
Heidi Klum löschte überraschend einen Post (Bild: Getty Images)
Heidi Klum löschte überraschend einen Post (Bild: Getty Images)

Heidi Klum teilt sowohl auf Twitter, als auch auf Instagram ein Bild, das ihre Solidarität gegenüber der aktuellen Proteste in Amerika wegen des Todes von George Floyd zeigen soll. Doch sie erhält wegen des verwenden Hashtags starke Kritik und löscht den Post daraufhin.

Nach dem Tod von George Floyd, einem schwarzen US-Amerikaner, bei einem brutalen Polizeieinsatz, finden viele Proteste gegen Rassismus sowohl in Amerika, als auch in den sozialen Netzwerken statt. So kurieren auf Instagram, Twitter und Facebook viele Videos, Links über die man spenden kann und solidarische Bilder.

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Neben vielen anderen deutschen Prominenten, die ihr Mitgefühl und ihre Wut aussprachen, postete auch Heidi Klum ein Bild auf ihren sozialen Netzwerken, um ihre Solidarität zu zeigen.

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Unity in Diversity

Darauf zu sehen sind die Hände ihrer Kinder, ihres Ehemanns Tom Kaulitz und ihre eigenen, die sich alle berühren. Darunter schrieb sie "Unity in diversity", was zu deutsch "Einheit in Diversität" heißt und verwendete den Hashtag "alllivesmatter" - “alle Leben zählen”.

Der Hashtag erhält viel Kritik

Sowohl auf Twitter, als auch auf Instagram kritisierten einige Nutzer das 47-jährige Model für den verwendeten Hashtag. Denn für den Einsatz gegen Polizeigewalt gegen Schwarze wird der Hashtag #BlackLivesMatter verwendet. Der Hashtag "All Lives Matter" verharmlose Rassismus gegenüber Schwarzen, lautet die Kritik.

"Ja, wir wissen, dass alle Leben zählen. Aber jetzt gerade wollen wir, dass die Leuten verstehen, dass schwarze Leben genauso viel zählen. Beachte: genauso viel", heißt es in einer der Kommentare unter Heidi Klums Post.

Daraufhin löscht die vierfache Mutter das Bild auf Twitter komplett, während sie auf Instagram lediglich den Hashtag entfernt und die Kommentarfunktion deaktiviert. Zu dem Vorfall selbst äußert sie sich nicht, postet aber wenig später ein Zitat von Martin Luther Kings berühmter Rede "I have a dream". Darunter schreibt sie: "Ich habe denselben Traum für meine vier Kinder" - ohne Hashtag.

Doch sie versucht weiter die Wogen zu glätten und teilte ein anderes Bild: Vor einem gelben Hintergrund steht in großen Buchstaben “Black Lives Matter”. Doch auch hier verzichtet sie auf den Hashtag. Anstatt dessen schreibt die über den Post “Spread love not hate” (verbreitet Liebe, keinen Hass").

Doch der falsche Hashtag bleibt nicht unvergessen. Ein Nutzer lädt unter diesen Post das bereits gelöschte Foto von Heidi mit #alllivesmatter hoch und kommentiert “we kept the receipts”, was hier so viel heißt “Wir haben uns das gemerkt”.

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