Helmut Marko: In der Coronakrise wären Niki Laudas klare Antworten wichtig

Juliane Ziegengeist
motorsport.com

In diesem Monat jährt sich der Todestag von Niki Lauda zum ersten Mal. Am 20. Mai 2019 verstarb der dreifache Formel-1-Weltmeister im Alter von 70 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. Die Nachricht seines Todes schockte damals das komplette Paddock, in dem der Österreicher bis zuletzt präsent war.

Als Aufsichtsratschef bei Mercedes trug er maßgeblich zum seit 2014 anhaltenden Erfolgskurs des Teams bei. Sein ehrliches und oft unverblümtes Urteil als TV-Experte wurde von vielen geschätzt. Da ist es nur logisch, dass sich Weggefährten wie Helmut Marko fragen, was Lauda wohl zur aktuellen Lage gesagt hätte.

"Gerade jetzt in dieser Situation mit Corona oder mit der Budgetobergrenze, all diesen wichtigen Formel-1-Entscheidungen ... Mit Niki hat man immer eine klare Antwort erhalten, wie man da am besten vorgeht", erinnert sich der Red-Bull-Motorsportkonsultent im 'ORF' an Laudas scharfes Urteil in verschiedensten Belangen.

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1971: March-Ford 711

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1971: March-Ford 711 LAT Images

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1972: March-Ford 721X Rainer W. Schlegelmilch

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1974: Ferrari 312B3

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1974: Ferrari 312B3 Rainer W. Schlegelmilch

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1975: Ferrari 312T

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1976: Ferrari 312T2 LAT Images

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1977: Ferrari 312T2 Rainer W. Schlegelmilch

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1978: Brabham-Alfa-Romeo BT46

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1978: Brabham-Alfa-Romeo BT46 Rainer W. Schlegelmilch

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1979: Brabham-Alfa-Romeo BT48 Sutton Images

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1982: McLaren-Ford MP4/1B

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1982: McLaren-Ford MP4/1B Sutton Images

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1983: McLaren-Porsche MP4/1E

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1983: McLaren-Porsche MP4/1E Sutton Images

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1984: McLaren-Porsche MP4/2

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1984: McLaren-Porsche MP4/2 LAT Images

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1985: McLaren-Porsche MP4/2B

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1985: McLaren-Porsche MP4/2B Rainer W. Schlegelmilch

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Genau das habe er zum Beispiel auch im Jahr 2010 bewiesen, als der isländische Vulkan Eyjafjallajökull ausbrach. "Der ganze Flugverkehr ist stillgestanden", blickt Marko zurück. "Bis es Niki zu blöd wurde. Er hat sich allein hineingesetzt in einen Jet und bewiesen, dass diese ganzen Maßnahmen doch nicht zielführend waren."

Der Österreicher glaubt: "So hätte er sicher auch bei Corona agiert und es nicht sofort akzeptiert. Er hätte seine eigenen Gedanken, seine eigenen Strategien gehabt." Deshalb denke er gerade jetzt immer wieder an Lauda und frage sich, was sich dieser wohl überlegt hätte, damit der Rennsport endlich wieder beginnen kann.

Kein Wunder also, dass Lauda bis heute schmerzlich vermisst wird, und das quer durch alle Teams. "Er ist eigentlich unersetzbar", sagt Marko und verrät: "Ich denke oft an ihn. Er bleibt einem im Gedächtnis und wird das auch immer bleiben. Es ist immer noch traurig und eigentlich fast nicht fassbar, dass er nicht mehr da ist."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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