Herrmann stürmt erneut aufs Podest

SID
·Lesedauer: 3 Min.
Herrmann stürmt erneut aufs Podest
Herrmann stürmt erneut aufs Podest

Denise Herrmann lächelte nach ihrem Déjà-vu im Zielraum vollkommen gelöst.

Dass ihr Tiril Eckhoff nach ihrer Glanzleistung mit Startnummer eins doch noch den ersten Saisonsieg aus den Händen riss, war für die Oberwiesenthalerin nach ihrem ersten fehlerfreien Rennen der Saison Nebensache. "Es freut mich sehr, dass es heute wieder gelungen ist", sagte die 32-Jährige im ZDF: "Es war auch Nove Mesto im Sprint. Es ist ziemlich genau ein Jahr her."

DAZN gratis testen und Sport-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Herrmann zufrieden mit dem Rennen

Null Fehler waren die Grundlage für ihren dritten Podestplatz des Winters und den zweiten nacheinander. Lange hatte Herrmann sogar auf den ersten Saisonsieg der deutschen Damen hoffen können, doch auch Platz zwei sorgte für beste Laune. "Ich bin zufrieden mit dem Rennen", sagte sie: "Ich freue mich sehr, dass es zum Saisonende noch so funktioniert."

Tatsächlich erlebt Herrmann nach ihrer Erkältung bei der WM im Saisonendspurt noch einmal einen überraschenden Aufschwung. Gleich zweimal nacheinander Platz zwei und auch die Ausgangsposition für den Verfolger am Samstag (17.30 Uhr) ist nun natürlich bestens - die Serie kann weitergehen.

Und es hätte sogar noch besser sein können. "Ich habe mich im Laufen besser gefühlt, als es die Laufzeit aussagt", haderte Herrmann doch etwas mit ihrer frühen Startnummer und der schneller werdenden Strecke. So fehlten ihr im Sprint über 7,5 km letztlich doch 6,1 Sekunden auf die erneut siegreiche Gesamtweltcupführende Tiril Eckhoff (1 Strafrunde).

Preuß hadert: "Wieder der eine Fehler zu viel"

Auch Franziska Preuß war früh dran und machte ihre Sache gut. Einen Tag nach ihrem 27. Geburtstag hätte sie sich beinahe ein nachträgliches Geschenk gemacht. Doch anders als Herrmann läuft die Bayerin weiter ihrem ersten Einzelrennen ohne Fehler in dieser Saison hinterher.

"Ich schaffe es einfach nicht, dass ich im Sprint mal sauber durchkomme. Wenn man die Liste sieht, dann ist es mal wieder der eine Fehler zu viel", sagte Preuß zerknirscht. Mit lediglich 17,3 Sekunden Rückstand hat sie aber eine sehr gute Ausgangslage für die Verfolgung. "Läuferisch ist es mir richtig gut gegangen. Das nehme ich für morgen mit und probiere es halt wieder", sagte Preuß kämpferisch.

Weitere DSV-Athletinnen abgeschlagen

Die restlichen Athletinnen des Deutschen Skiverbandes enttäuschten maßlos. Anna Weidel (2 Strafrunden/+1:54,6 Minuten), Janina Hettich (3/+1:57,7) und Maren Hammerschmidt (3/+1:59,3) schafften gerade so die Qualifikation für die Verfolgung, Vanessa Hinz (3/+2:04,3) muss nach Rang 63 dort sogar zuschauen.

Für die deutschen Männer ist die Ausgangsposition für den Verfolger am Samstag (14.45 Uhr) insgesamt nicht so günstig. Als erste Deutsche gehen Arnd Peiffer und Benedikt Doll zwar erst auf den Plätzen 13 und 15 auf die 12,5 km, jedoch halten sich ihre Rückstände mit nicht mal 50 Sekunden noch in Grenzen. "Da geht noch was", gab Doll stellvertretend die Marschroute aus.

Nach den Verfolgern am Samstag stehen am Sonntag beim vorletzten Weltcup des Winters noch die Mixed Staffel (10.25 Uhr) und das Single Mixed (13.45 Uhr/alles ZDF und Eurosport) auf dem Programm.