Herrmann trifft, Sommer hält: Gladbach mit Papa-Power an der Spitze

Herrmann trifft, Sommer hält: Gladbach mit Papa-Power an der Spitze
Herrmann trifft, Sommer hält: Gladbach mit Papa-Power an der Spitze

Mit Papa-Power einsame Spitze: Borussia Mönchengladbach hat dank der frisch gebackenen Väter Patrick Herrmann und Yann Sommer die Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga weiter ausgebaut. Die Fohlen bezwangen Werder Bremen verdient mit 3:1 (2:0) und machen es sich an der Spitze immer bequemer, schon vier Punkte beträgt der Vorsprung auf Verfolger RB Leipzig.
Ramy Bensebaini (20.) und der starke Herrmann mit einem Doppelpack (22./59.) erzielten die Tore für das Team von Trainer Marco Rose. Schlussmann Sommer hielt einen Foulelfmeter von Davy Klaassen (53.). Sowohl Borussia-Urgestein Herrmann als auch Sommer waren vor wenigen Tagen erstmals Vater geworden. Die Gelb-Rote Karte gegen Bensebaini (87./wiederholtes Foulspiel) und der Gegentreffer von Leonardo Bittencourt (90.+3) trübten die Jubelstimmung nicht.
Gladbach gewann somit sieben der vergangenen acht Spiele und schreibt weiter Rekordzahlen: 25 Punkte nach elf Spielen verbuchte die Borussia letztmals vor 32 Jahren, fünf Spieltage in Folge auf Rang eins stand der Klub seit der Meistersaison 1976/1977 nicht mehr. Die seit sieben Begegnungen sieglosen Bremer fielen dagegen auf Rang 14 zurück.
Die Borussia begann die Partie in dem Wissen, auch bei einer Niederlage Platz eins zu behalten. Die Marschroute war dennoch früh klar: Schon nach 38 Sekunden schob Marcus Thuram den Ball knapp am Tor vorbei - allerdings war die Fahne des Linienrichters oben.
Nach dem munteren Auftakt entwickelte sich ein Geduldsspiel. Die Borussia ließ den Ball laufen, fand aber kein Mittel gegen die Werder-Abwehr, in der kurz vor Anstoß der verletzte Ömer Toprak durch Sebastian Langkamp ersetzt werden musste. Bremen setzte dagegen mit Kontern immer wieder Nadelstiche. Ein Freistoß des starken Milot Rashica verfehlte das Ziel knapp (15.).
Ein Doppelschlag brachte der Borussia die komfortable Führung. Erst war Bensebaini nach einer Freistoßflanke von Laszlo Benes per Kopf zur Stelle, nur zwei Minuten später hob Herrmann den Ball über den herausgeeilten Schlussmann Jiri Pavlenka ins Tor. Der Jubel des 28-Jährigen fiel besonders emotional aus, nur zwei Tage zuvor hatte Ehefrau Sandra Sohn Leonard auf die Welt gebracht.
Werder steckte dennoch nicht auf. Ein Treffer von Yuya Osako wurde nach Videobeweis zurückgenommen, weil Rashica zuvor Denis Zakaria berührt hatte - eine umstrittene Entscheidung. Vor der Pause musste Sommer dann zwei Glanzparaden auspacken, der Schweizer war eine Woche vor Herrmann ebenfalls Vater geworden.
Kurz nach der Pause musste erneut der Videobeweis herhalten, diesmal entschied Schiedsrichter Tobias Stieler (Hamburg) auf Elfmeter für Werder. Klaassen trat an - und scheiterte an Sommer, der erst zum zweiten Mal in der Bundesliga einen Strafstoß parierte. Nach Herrmanns zweitem Treffer sangen die Fans "Deutscher Meister wird nur der VfL". Wermutstropfen waren aber zwei Verletzungen: Sowohl Weltmeister Christoph Kramer als auch Laszlo Benes mussten angeschlagen vom Feld.









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