Hertha-Boss „immer noch Ultra“

Der neue Präsident Kay Bernstein schließt weitere Finanzspritzen von Investor Lars Windhorst für den Fußball-Bundesligisten Hertha BSC nicht aus.

„Wenn es auf fruchtbaren Boden fällt? Denkbar“, sagte er im Interview mit der Süddeutschen Zeitung auf die Frage, ob Windhorst neues Geld zuschießen wird: „Aber ich habe ihm auch gesagt, dass jetzt nicht der Moment ist. Sonst ist es wieder zu schnell weg. Das sieht er auch so.“

Unmittelbar vor dem Berliner Derby gegen Union am Samstag (15.30 Uhr) in der Alten Försterei bezeichnete Bernstein den Lokalrivalen als eine Art Vorbild. „In Sachen Wirtschaftlichkeit, Ruhe im Verein, Kommunikation, Außendarstellung und Erfolg ist Union dort, wo wir auch wieder hinwollen. Auch sportlich“, sagte der 41-Jährige: „Sie haben jedes Jahr ähnlich viele Spieler ausgetauscht wie wir, aber anders als wir ihr Gerüst nahtlos verbessert.“

„So gesehen bin ich immer noch Ultra“

Bernstein, der einst Vorsänger in der Ostkurve bei Hertha war, sieht sich auch nach dem Seitenwechsel noch immer auch als Fan des Klubs.

Das Etikett „Ultra-Präsident“ stört ihn nicht. „Die bedingungslose Aufopferung für den Verein lebe ich weiter. So gesehen bin ich immer noch Ultra“, sagte Bernstein, der im Juni zum Präsidenten gewählt worden war.

Bernstein bezeichnet es als "gar nicht schlimm, im Augenblick noch von einigen unterschätzt zu werden". Dies sei ein "starker Hebel, um andere zu überraschen und inhaltlich zu überzeugen. Im Präsidium, im Aufsichtsrat und im Verein sind wir dabei schon einen ganzen Schritt vorangekommen."

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