Hertha BSC: Herthas gefährliche Herzschwäche

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Berlin. Er kann es ja. Wer wissen will, weshalb Hertha BSC im Januar 25 Millionen Euro für Lucas Tousart bezahlt hat, muss sich nur seinen Auftritt gegen Juventus Turin anschauen. Im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals im Februar zählte der Franzose, damals noch im Dress von Olympique Lyon, zu den besten Akteuren auf dem Platz, glänzte als bissiger Balleroberer, umsichtiger Stratege und Siegtorschütze. Mehr noch: Sein Treffer lieferte ein schönes Beispiel dafür, warum ihn Herthas Manager Michael Preetz verpflichtet hatte. Binnen weniger Sekunden bewies Tousart eine ausgeprägte Antizipationsgabe, bemerkenswertes Gespür für den Raum und gutes Timing.

Sein anschließender Jubellauf zur Eckfahne dürfte zu den seligsten Momenten seiner Karriere zählen, in Berlin hat man ihn allerdings noch nicht ansatzweise so glücklich gesehen wie damals Ende Februar. „Ich bin sicher, dass wir ihn in den nächsten Wochen und Monaten noch stärker erleben werden“, sagt Trainer Bruno Labbadia, „aber das brauchen wir auch.“

Coach von Hertha BSC sieht beim Zugang „stetige Entwicklung“

Eigentlich sollte Tousart (23) ja Herthas neues Herzstück sein, als Schnittstelle zwischen Abwehr und Angriff im zentralen Mittelfeld den Puls bestimmen. Noch ist davon jedoch wenig zu sehen, beim jüngsten 0:2 gegen Stuttgart war Tousart kein Taktgeber, sondern eher Teil einer gefährlichen Rhythmusstörung. Statt sich zu zeigen und im schleppenden Spielaufbau Optionen anzubieten, wirkte es phasenweise so, als würde sich der Ber...

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