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Sie verkündete voll Kummer ihren Abschied - aber dann ...

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Am 25. Juli war MyKayla Skinner untröstlich.

Die US-Turnerin hatte in der Qualifikation am Sprungpferd eine medaillenreife Leistung gezeigt, die viertbeste Wertung erhalten - und das Finale dennoch verpasst.

Denn mit Jade Carey und Simone Biles waren zwei Teamkolleginnen besser - und nur zwei Athletinnen pro Land dürfen weiterkommen.

Diese Regel, die sie auch im Mehrkampf betraf, beendete Skinners olympische Karriere. So schien es zumindest.

Skinners Olympia-Karriere schien beendet

Denn die 24-Jährige, die für die USA nur in den Einzelwettbewerben startete und deren Punkte auch nicht in die Teamwertung einflossen, hatte angekündigt, nach den Spielen in Tokio ihr Studium abzuschließen.

Deshalb winkte und weinte die am Boden zerstörte Skinner - und verabschiedete sich später mit emotionalen Statements von den Fans.

Sie sei “mehr als untröstlich”, aber auch “stolz auf mich, dass ich es nach allem, was ich durchgemacht habe, hierher geschafft habe”.

“Ich habe hier als Olympionikin einige meiner besten Turnleistungen erbracht, und das kann mir niemand nehmen”, schrieb Skinner, die ihren Heimweg nach Arizona bereits plante.

Biles tritt nicht an - Skinner profitiert

Sie wäre gerne in den Finals der Wettkämpfe angetreten, meinte die US-Amerikanerin. Nur wenige Tage später wurde aus dem vermeintlich geplatzten Traum doch noch Realität – und aus einer untröstlichen Athletin eine überglückliche.

Eine entscheidende Rolle spielte dabei Simone Biles. Der US-Superstar hatte zunächst selbst mit warmen Worten auf Skinners vermeintlichen Abschied reagiert - und wandte sich wenige Tage später ähnlich emotional an sie.

Doch der Reihe nach ...

Skinner holt Silber im Sprung

Am 27. Juli zog Biles wegen Twisties, einer mentalen Blockade im Turnen, im Team-Finale zurück - und die Dinge nahmen ihren Lauf. Denn die 24-Jährige, die darauf bestand, dass Skinner in Tokio blieb, bestritt seitdem auch keinen weiteren Einzelwettkampf mehr - und im Sprung-Finale wurde ein Platz frei.

Erst am Samstag erfuhr Skinner endgültig davon, dass sie doch noch eine weitere Chance bekam, sich von der großen olympischen Bühne zu verabschieden.

Und diese nutzte die dreimalige Team-Weltmeisterin eindrucksvoll, trotz der alles andere als optimalen Vorbereitung: Hinter der Brasilianerin Rebecca Andrade turnte sie sich am 1. August zu Silber.

Skinner widmet Medaille Biles

Die bittere olympische Erfahrung Skinners - 2016 war sie im US-Team nur Ersatz - fand doch noch ein Happy End.

Dabei wurde sie Anfang 2021 noch mit einer Lungenentzündung und der Corona-Erkrankung ins Krankenhaus eingeliefert und konnte einen Monat lang nicht trainieren.

“Ich widme diese Medaille Simone. Ich wäre heute nicht hier, wenn sie nicht gewesen wäre”, sagte Skinner, die nach den Spielen von Rio bis April 2019 nicht auf Elite-Level geturnt hatte: “Ich habe ihr gesagt, dass ich diese Medaille für sie holen werde.”

Skinners Happy End

Die langjährige Freundin, die sie während der Turn-Übung von der Tribüne angefeuert hatte, reagierte: “Ich bin so unglaublich stolz auf dich.”

Skinner gewann Silber aber auch für sich, das Olympia-Kapitel kann sie nun endgültig mit einem positiven Gefühl abschließen.

“In den letzten zwei Jahren und während meiner gesamten Turnkarriere gab es so viele Momente, in denen ich aufhören wollte”, postete sie bei Instagram: “Ich glaube nicht, dass die meisten Leute wissen, wie hart dieser Sport für Körper und Geist ist.”

Skinner schloss: “Ich bin dankbar, dass ich nie aufgegeben habe und dass so viele von euch mich nie aufgegeben haben.”

Manchmal reicht eine Woche, um ein gebrochenes Herz zu heilen.

Alles zu den Olympischen Spielen 2021 bei SPORT1:


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