Heynckes fordert unabhängigen und kritischen Journalismus

Jupp Heynckes spricht sich für eine unabhängige und kritische Berichterstattung aus. Der frühere FCB-Coach hält die heutige Zeit für zu schnelllebig.

Trainer-Ikone Jupp Heynckes hat sich für einen unabhängigen und kritischen Journalismus ausgesprochen. "Der FC Bayern hat neuerdings einen eigenen Fernsehsender. Die Süddeutsche Zeitung fragte schon provokativ: Wer braucht da noch Journalisten? Ich denke, wir brauchen gerade in dieser schnelllebigen Zeit einen kritischen, unabhängigen und nachdenklichen Journalismus, der den Menschen hilft, die Ereignisse einzuordnen", sagte der 71 Jahre alte ehemalige Meister-Trainer bei der Verleihung des Deutschen Sportjournalistenpreises am Montag in Hamburg.

Der einstige Welt- und Europameister war 2013 vom Weltverband FIFA zum Welttrainer des Jahres gekürt worden, nachdem er mit Bayern München das Triple aus Champions League, Meisterschaft und DFB-Pokal errungen hatte. Er habe als Trainer versucht, "das Leben zu entschleunigen, aber das wird natürlich nicht einfacher, wenn jeder Satz, den man sagt, fünf Minuten später online steht. Vielleicht lese ich auch deshalb lieber Zeitung als Onlineseiten auf dem iPad", betonte Heynckes im Hamburger Hotel Grand Elysee vor 400 geladenen Gästen aus Sport und Gesellschaft.

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