Hochkarätiger Liga-Start

Hochkarätiger Liga-Start
Hochkarätiger Liga-Start

Mit dem frisch gekürten Europameister Dang Qiu und der höchsten Dichte von Top-10-Spielern ihrer Geschichte startet die Tischtennis-Bundesliga am Sonntag in ihre neue Saison. Inklusive Shootingstar Qiu vom Titelverteidiger Borussia Düsseldorf schmettern gleich sechs Asse aus dem engsten Kreis der Weltelite für Klubs aus dem deutschen Oberhaus.

Für den Qualitätsschub sorgt vor allem der neureiche TTC Neu-Ulm. Der erst nach längerer Überlegung aus Russland in die Bundesliga zurückgekehrte Nationalspieler Dimitrij Ovtcharov ist bei dem drei Jahre alten Retortenklub, der nur aus dem Profi-Team besteht, als Nummer zehn schon der schwächste von vier Neulingen der Bayern. Als Nummer eins für das "RB Leipzig des Tischtennis", wie Neu-Ulm in der Szene oft genannt wird, schlägt Japans "Wunderkind" und Weltranglistenvierter Tomokazu Harimoto auf.

Ligachef Nico Stehle wertet die prominenten Zugänge als Attraktivitätssteigerung. "Zugpferde sind wichtig. Wir möchten den Status als stärkste Liga der Welt halten", sagte der Ex-Profi: "Die neuen Namen sind außerdem auch gute Verkaufsargumente."

Ein weiteres Argument dürfte das voraussichtlich spannendste Titelrennen seit vielen Jahren sein. Die Zeiten der Dominanz vor allem des Rekordmeisters Düsseldorf mit seinem Idol Timo Boll und des 1. FC Saarbrücken gehören mutmaßlich der Vergangenheit an. Abgesehen von den Neu-Ulmer Investitionen haben auch andere Vereine ihre Mannschaften weiter verstärkt, so dass die vier Play-off-Plätze umkämpft sein sollten. Als weitere Endrunden-Kandidaten neben den Topfavoriten gelten der Ex-Meister TTF Ochsenhausen oder der Champions-League-Teilnehmer Post SV Mühlhausen.

Der neue EM-Champion Qiu will den Meisterthron mit den Borussen aber natürlich nicht kampflos räumen: „Es wird schwerer als vorige Saison, aber der Weg zum Titel führt nur über uns.“