Hoeneß: "Kann mir Lahm weiter vorstellen"

Im Sommer 2015 versuchte Hoeneß, Nagelsmann nach München zu holen. Vergessen hat der TSG-Trainer das nicht und hält München für die Zukunft im Blick.

In einem Interview wehrt sich Uli Hoeneß gegen anhaltende Machtvorwürfe und erklärt, warum die Tür für Philipp Lahm trotz der Absage alles andere als zu ist. Von einem Sportdirektor hat der Bayern-Präsident klare Vorstellungen.

"Ich hatte wirklich gedacht, dass Philipp Lahm die Rolle übernimmt, nachdem er seine Karriere ohnehin beendet. Dass er abgesagt hat, ändert nichts an unserem Verhältnis. Ich kann mir weiterhin vorstellen, dass er eine Rolle beim FCB übernimmt, wenn er sich bereit fühlt", erklärte Hoeneß der Sport Bild. Das sei momentan wohl noch nicht der Fall, Lahm habe aber noch Zeit.

Kein Verständnis zeigte Hoeneß für die Machtvorwürfe, die Karl-Heinz Rummenigge und ihm immer wieder gemacht würden: "Es wird immer so dargestellt, als müsste jeder, der den Job bekommt, Angst vor uns haben." Aber das Gegenteil sei der Fall. Hoeneß weiter: "Jeder junge Manager kann von unserer Erfahrung doch nur profitieren. Bessere Lehrmeister gibt es kaum." Die Vorwürfe, es habe mit Lahm nicht geklappt, weil das Duo aus Machtmenschen bestünde, stimmten nicht. "Das war auch bei Sammer oder Nerlinger nicht der Fall. Aber bei Bayern musst du für diese Position viele Aspekte erfüllen."

Es ginge um sportlichen aber auch wirtschaftlichen Sachverstand. "Wichtig ist, dass diese Person als Bindeglied zwischen Trainer, Team, Vorstand und allen anderen Gremien fungieren kann." Außerdem sei es wichtig, dass ein Sportdirektor aus dem Sport komme. "Damit er mit dem Team auf Augenhöhe sprechen kann", so Hoeneß.

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen