Hoeneß wäre stolz: De Bruyne verhandelt Deal ohne Berater aus

SPORT1
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Hoeneß wäre stolz: De Bruyne verhandelt Deal ohne Berater aus
Hoeneß wäre stolz: De Bruyne verhandelt Deal ohne Berater aus

Als Uli Hoeneß vor einigen Monaten bemängelte, dass die Fußballprofis heutzutage bei Vertragsverhandlungen nicht mehr mit am Tisch sitzen, wurde er mit viel Unverständnis bedacht.

Im gegenwärtigen Millionengeschäft sei es mittlerweile schlicht nicht mehr möglich, dass sich die kickende Zunft auch noch um den finanziellen Aspekt ihrer Karriere kümmert, meinten viele Experten.

Mit Kevin de Bruyne hat einer der größten Stars Europas diese These nun - zumindest zum Teil - widerlegt. Denn der Mittelfeldspieler von Manchester City handelte seinen jüngsten Vertrag (Verlängerung um zwei Jahre bis 2025) selbst aus.

Fabrizio Romano erklärte, dass kein einziger Agent in den neuen Deal involviert gewesen sei. Der italienische Journalist und Transferexperte sprach von einem "seltenen, vielleicht sogar unglaublichen" Vorgang.

De Bruyne selbst kommentierte vor Monaten bereits trocken: "Ich bin glücklich in Manchester. Im Moment führe ich die Gespräche selbst. Ich möchte bei diesem Verein bleiben, also ist es einfach. Wenn ich nicht bleiben wollen würde, würde es jemanden brauchen, der vermittelt. Aber wenn man bleiben will, ist es nicht so kompliziert."

De Bruyne bekommt Vertrags-Wünsche erfüllt

Sein ehemaliger Berater Patrick de Koster war zuvor wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Urkundenfälschung angeklagt worden.

Ganz ohne Hilfe war der 29-Jährige allerdings nicht beim Feilschen mit den City-Bossen. Wie der Athletic berichtet, engagierte de Bruyne mehrere Datenanalysten, die ihm nicht nur den eigenen Wert für das Team, sondern auch die zukünftige Leistungsfähigkeit des Kaders vorrechneten.

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Denn der hochbegabte Ex-Bundesliga-Spieler will unbedingt noch die Champions League gewinnen. In dem größten europäischen Vereinswettbewerb konkurrenzfähig zu sein, machte er zur Voraussetzung für seine neuerliche Unterschrift. Die Verantwortlichen sollen ihm entsprechend ihre Pläne für die nächsten Jahre aufgezeigt haben.

Ein bisschen mehr Geld schlug er dem Bericht zufolge übrigens auch noch raus. Auch das soll ihm, als Zeichen der Wertschätzung, sehr wichtig gewesen sein.

Uli Hoeneß wäre sicher stolz.