Hoffenheim spielt international

SID
Sport1

Die TSG Hoffenheim hat locker und leicht den Einzug ins internationale Geschäft geschafft. Die Kraichgauer gewannen am vorletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga 4:0 (3:0) gegen Union Berlin. Durch den Sieg hat die TSG mindestens den siebten Platz und die damit verbundene Teilnahme an der Qualifikation für die Europa League sicher. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Direkte Qualifikation noch möglich

Zuletzt hatte der Klub von Mehrheitseigner Dietmar Hopp vor zwei Jahren den Europacup erreicht - damals war es sogar die Champions League. Ihlas Bebou (11.), Andrej Kramaric (39.), Munas Dabbur (45.+2) und Christoph Baumgartner (68.) trafen für die Hoffenheimer, die am letzten Spieltag bei Borussia Dortmund noch auf Rang sechs klettern können. 

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"Wir haben noch ein richtig cooles Fernduell mit dem VfL Wolfsburg um Platz sechs vor der Brust", sagte Torschütze Christoph Baumgartner bei Sky: "Wenn wir bei Borussia Dortmund alles raushauen, können wir es schaffen. Wir werden das mit 100 Prozent angehen und versuchen, die nötigen Punkte zu holen." (Die Tabelle der Bundesliga)

Die Hoffenheimer haben durch die wesentlich schlechtere Tordifferenz im Vergleich mit den punktgleichen Wölfen zwar keine gute Ausgangsposition vor dem Europacup-Showdown, der VfL muss aber gegen Meister Bayern München antreten. Der Gewinner des Fernduells hat den direkten Einzug in die Gruppenphase der Europa League geschafft, der Verlierer muss zwei Qualifikationsrunden und die Play-offs überstehen.

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Bis zum BVB-Spiel wollen die TSG-Verantwortlichen, die sich vergangene Woche von Trainer Alfred Schreuder getrennt haben, erstmals konkret über einen neuen Coach nachdenken. "Wir werden in der nächsten Woche anfangen, uns einen Überblick zu verschaffen", sagte Sportchef Alexander Rosen vor dem Anpfiff bei Sky.

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Fischer: "Gewisser Spannungsabfall"

Die Gäste hatten bereits im Vorfeld der Partie für Schlagzeilen gesorgt. Am Freitag sanktionierte die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Berliner als Folge der Klassenerhalts-Feier drei Tage zuvor. Gegen den Klub sowie die Spieler Christopher Trimmel und Sheraldo Becker wurden Geldstrafen verhängt. Laut DFL hatten die Profis nach dem Sieg über den SC Paderborn (1:0) gegen Infektionsschutzstandards sowie das Hygienekonzept verstoßen.

Chef-Trainer Urs Fischer zeigte sich nach der Partie nicht zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft: "Wenn man über die Ziellinie geht, gibt es einen gewissen Spannungsabfall. Er sollte nur nicht so groß sein. Bei den Gegentoren haben wir nicht gut verteidigt. Das 0:4 ist nicht das, was wir uns vorgenommen hatten. Jetzt gilt es, das letzte Spiel nach Möglichkeit zu gewinnen."

Moritz Nicolas mit Liga-Debüt

Während der angeschlagene Becker fehlte, war Kapitän Trimmel nach negativen Corona-Tests beim Geisterspiel in Sinsheim mit von der Partie. Die Berliner, bei denen Moritz Nicolas für den angeschlagenen Stammtorwart Rafal Gikiewicz zwischen den Pfosten stand und sein Liga-Debüt feierte, hatten schon nach 40 Sekunden Glück. Nicolas parierte den Schuss des kroatischen Vize-Weltmeisters Kramaric.


 Die Hoffenheimer vergaben in der 7. Minute ihre nächste große Chance durch Bebou. Kurz darauf machte es der Angreifer aus kurzer Distanz besser. Nur wenige Meter vor dem Tor stand auch Kramaric bei seinem Treffer. Der Israeli Dabbur schraubte das Ergebnis in der Nachspielzeit der ersten Hälfte in die Höhe.

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Zu Beginn des zweiten Durchgangs machten die Hoffenheimer weiter Druck, das vierte Tor lag in der Luft. Nach rund einer Stunde begannen die Gastgeber damit, den Vorsprung zu verwalten. Der eingewechselte Baumgartner traf dennoch.

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