Honda und Yamaha: Die KTM-Herausforderer bei der Rallye Dakar

Gerald Dirnbeck
motorsport.com

Die Herausforderer von KTM kommen auch in diesem Jahr aus dem Lager von Honda und Yamaha. Seit 2001 ist KTM bei der Rallye Dakar ungeschlagen. Yamaha hat zum letzten Mal im Jahr 1998 in Afrika gewonnen. Damals saß Stephane Peterhansel im Sattel. Für den letzten Honda-Sieg muss man noch weiter in den Geschichtsbüchern zurückblättern, nämlich ins Jahr 1989 zu Gilles Lalay.

Honda schickt fünf Fahrer in Saudi-Arabien ins Rennen: Kevin Benavides, Ricky Brabec, Jose Ignacio Cornejo, Aaron Mare und Joan Barreda. Für Barreda wird es der zehnte Dakar-Start sein. Obwohl der Spanier schon oft seinen Speed unter Beweis gestellt hat, schaffte er es noch nie auf das Podest. In den vergangenen beiden Jahren musste Barreda vorzeitig aufgeben.

"In den vergangenen zwei Jahren hatte ich vier Handgelenksoperationen. Es war schwierig weiterzumachen, aber ich bin dort, wo ich sein will", sagt Barreda. Honda hat an der Dämpfung gearbeitet, um die CRF 450 Rally auf die vielen Wüstenkilometer in Saudi-Arabien vorzubereiten. Barreda nahm an der Silk-Way-Rallye teil und schaffte es bei der Atacama-Rallye und der Marokko-Rallye auf das Podium.

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Kevin Benavides hatte keine optimale Vorbereitung

Kevin Benavides hatte keine optimale Vorbereitung <span class="copyright">Honda</span>
Kevin Benavides hatte keine optimale Vorbereitung Honda

Honda

"Ich bin zur Vorbereitung alle geplanten Kilometer gefahren. Die Rallyes waren nicht einfach, aber ich habe meine Zielsetzung erfüllt und jede Rallye beendet", so Barreda weiter. "Die Erwartungen sind nach den vergangenen Monaten hoch. Vielleicht war ich in den vergangenen Jahren nicht 100 Prozent fit. Wir wissen, dass wir keine Fehler machen dürfen. Das Motorrad funktioniert gut. Wir wissen was möglich ist und werden es probieren."

Mit Benavides hat Honda ein weiteres heißes Eisen im Feuer. In den vergangenen drei Jahren lauteten seine Ergebnisse Platz vier, zwei und fünf. Der Argentinier ist schnell und in der Regel auch konstant. Seine Vorbereitungen waren aber nicht ideal. "In Abu Dhabi habe ich mir die Schulter verletzt, dann hatte ich bei der Silk-Way-Rallye ein gutes Ergebnis, dann bin ich in Chile gestürzt und in Marokko hatten wir Probleme beim Motorrad."

Nach Motorschaden: Yamaha hat Motor überarbeitet

Mit Brabec und Cornejo hat Honda auch zwei junge Talente in den eigenen Reihen. Auch Yamaha setzt mit Adrien van Beveren auf einen jungen Fahrer, der vor seiner fünften Dakar steht. 2018 hatte er sich in der zehnten Etappe einen großen Vorsprung herausgefahren und hätte die Gesamtführung übernommen. Aber dann stürzte der Franzose, verletzte sich und musste aufgeben.

Adrien van Beveren hatte in den vergangenen Jahren viel Pech

Adrien van Beveren hatte in den vergangenen Jahren viel Pech <span class="copyright">Yamaha</span>
Adrien van Beveren hatte in den vergangenen Jahren viel Pech Yamaha

Yamaha

Im Vorjahr hatte er ebenfalls Siegchancen, bis zwei Tage vor dem Ziel der Motor platzte. "Sie haben das ganze Jahr hart gearbeitet, um den Motor in Bezug auf Performance und Zuverlässigkeit zu verbessern", betont van Beveren. "Ich fühle mich immer noch so jung wie bei meiner ersten Dakar 2016, aber jetzt habe ich mehr Erfahrung."

"Der Motorschaden im Vorjahr war herzzerreißend. Ich habe aber auch realisiert, dass ich auf den letzten Etappen um den Sieg kämpfen konnte, obwohl ich körperlich nicht in bester Form war. Trotzdem war mein Ziel in Reichweite. Ich habe gelernt, dass sich Konstanz auszahlt. Ich versuche nicht jede Speziale zu gewinnen."

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Neben van Beveren setzt Yamaha auf Xavier de Soultrait, Franco Caimi und Jamie McCanney. Bei der WR450F Rally stand die Motorentwicklung im Vordergrund. Außerdem wurde die Hinterradschwinge um zwei Zentimeter verlängert, damit das Motorrad bei hohen Geschwindigkeiten stabiler fährt. Man hat versucht, eine neutrale Fahrposition zu erreichen.

Mit Bildmaterial von Honda.

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