IMSA-Comeback von Ganassi: 2021 mit Cadillac-DPi!

Heiko Stritzke
·Lesedauer: 2 Min.

Die Abwesenheit dauerte nur ein Jahr: Das Ganassi-Team, das bis 2019 die Ford GT einsetzte, kehrt 2021 in die Topklasse der IMSA SportsCar Championship zurück. Zum Einsatz kommt ein Cadillac DPi V.R. Fahrer wurden noch keine bestätigt. IndyCar-Star Scott Dixon dürfte in der Pole-Position als dritter Mann bei den Endurance-Rennen stehen.

Das Engagement ist Teil einer erweiterten Partnerschaft mit General Motors, die sich neben NASCAR nun auch auf die Sportwagenszene erstreckt. Ein Cadillac DPi V.R ist für 2021 freigeworden, nachdem Wayne Taylor Racing 2021 auf einen Acura ARX-05 setzt.

Ganassi gehörte während der Zeit der Daytona-Prototypen zu den absoluten Spitzenteams in Grand-Am und IMSA. Das Team holte von 2006 bis 2015 sechs Gesamtsiege bei den 24 Stunden von Daytona in zehn Ausgaben.

Die Einsätze mit Riley-DPs mit unterschiedlichen Motoren dauerten bis zu den 24 Stunden von Daytona 2016 an. Gleichzeitig erfolgte der Wechsel in die GTLM-Kategorie für vier Jahre mit dem Ford GT. In dieser Zeit kamen zwei weitere Daytona-Klassensiege hinzu. 2020 war Ganassi erstmals seit 2003 gar nicht im Sportwagensport vertreten.

Ganassi feierte zwischen 2004 und 2013 fünf Titel in der Grand-Am

Ganassi feierte zwischen 2004 und 2013 fünf Titel in der Grand-Am<span class="copyright">LAT</span>
Ganassi feierte zwischen 2004 und 2013 fünf Titel in der Grand-AmLAT

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Sechs bis sieben DPi gesichert

"Wir können es nicht erwarten, in der IMSA wieder um Gesamtsiege zu kämpfen, nachdem wir mehrere Jahre in der GTLM-Klasse verbracht haben", sagt Teambesitzer Chip Ganassi. "Mit Cadillac zusammenzuspannen ist eine große Gelegenheit für unser Team. Wir wollen ihnen ab den 24 Stunden von Daytona die entsprechenden Resultate liefern."

Die Verkündung des Engagements sind auch willkommene Neuigkeiten für die Profi-Kategorien der IMSA SportsCar Championship. Während die GTLM-Zukunft nach dem Porsche-Rückzug und der bevorstehenden Reduktion des BMW-Engagements schon auf unsicheren Füßen steht, müht sich auch die DPi-Kategorie, im Zuge der Coronakrise ihre Starterzahlen zu halten.

Der Penske-Ausstieg und die daraus folgende Neuaufteilung der Acura ARX-05 führte zu einem übriggebliebenen Caddy, den Ganassi nun kompensiert. Mazda hat bereits angekündigt, sein Engagement auf ein Fahrzeug zu kürzen.

Damit blieben nach jetzigem Stand bei sechs bis sieben DPis, also minus ein oder zwei Fahrzeuge: zwei Acuras (Meyer Shank und Wayne Taylor Racing), ein Werks-Mazda und drei bis vier Cadillacs - jeweils einer von Ganassi und Action Express Racing sowie ein oder zwei Fahrzeuge von JDC-Miller Motorsport. Die Besetzung des zweiten JDC-Miller-Cadillacs hängt von Bezahlfahrern ab.

Mit Bildmaterial von LAT.