IMSA-Präsident verspricht mehr LMDh-Hersteller: "Historischer Kampf"

Heiko Stritzke
·Lesedauer: 2 Min.

Just als die IMSA SportsCar Championship mit lediglich 40 Autos bei den 24 Stunden von Daytona 2020 auf dem Tiefpunkt angekommen schien, stellte die IMSA gemeinsam mit dem ACO die Weichen für die Zukunft mit dem LMDh-Reglement. Und dieses schlägt ein. Audi und Porsche werden nicht das Ende der Fahnenstange sein, verspricht IMSA-Präsident John Doonan.

"Vielleicht wird es bis Ende des Jahres sein, aber spätestens im ersten Quartal 2021 werden wir weitere Ankündigungen sehen" verspricht der ehemalige Mazda-Motorsportchef. Die LMDh hilft künftig vor allem der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) über ihr Hersteller-Problem hinweg.

Doch auch die IMSA SportsCar Championship erlitt über die Jahre einen langsamen Prototypen-Exodus. Die privaten LMP2-Teams wurden 2019 aus dem Reigen der Gesamtsiegkandidaten gekickt. Seitdem vegetiert die Klasse als Pro-Am-Kategorie mit unregelmäßigen Startern vor sich hin. Die DPi-Kategorie wird 2021 voraussichtlich nur noch sechs Vollzeit-Fahrzeuge sehen. Mittlerweile muss mit der LMP3 eine fünfte Klasse als Feldfüller herhalten.

Von den künftig globalen Prototypenregeln will nun auch die IMSA profitieren. Porsche hat ein Engagement bereits angekündigt, Acura gilt als sicher. Audi prüft derzeit noch, welche Meisterschaften man genau bestreiten wird.

13 Hersteller sollen sich an den LMDh-Gesprächen beteiligt haben, Doonan spricht sogar von 15. Er hofft, dass die Ankündigungen von Porsche und Audi zu einem Herdentrieb führen werden: "Natürlich muss man das richtige Geschäftsmodell haben, aber der andere Teil ist letztlich, dass sich jemand verpflichtet. Jemand muss immer der Erste sein. Die anderen folgen dann meist nach."

"Weitere Hersteller haben angedeutet, dass sie im Zustimmungsprozess sind. Das gibt uns die Hoffnung, dass wir 2023 ein volles Prototypenfeld mit vielen verschiedenen Herstellern sehen werden."

"Was uns so glücklich und stolz macht, ist die Tatsache, dass LMDh das ist, was die Hersteller schon eine ganze Weile wollten. Und was die Fans eine ganze Weile wollten. Die besten Fahrer, Hersteller und Autos können nun auf globaler Bühne unter denselben Regularien antreten. Es ist die Chance auf einen historischen Kampf an der Spitze."

Mit Bildmaterial von Porsche.