Indirekte Hilfe von Tönnies? S04 berät über Würstchen-Idee

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Clemens Tönnies könnte für den FC Schalke in Kürze noch einmal sehr wichtig werden.

Eine Rückkehr des ehemaligen Aufsichtsrats-Chefs zu den Königsblauen gilt zwar als ausgeschlossen, dennoch könnte der Milliardär auf indirektem Wege bald wieder von Bedeutung sein. Zur Erinnerung: Der 64-Jährige hatte dem finanziell und sportlich in die Schieflage geratenen Verein zuletzt seine Hilfe angeboten, nachdem er im Sommer 2020 von all seinen Schalke-Ämtern zurückgetreten war.

Von einem möglichen, neuen Tönnies-Engagement ohne direkte Beteiligung auf Schalke berichtet nun die WAZ. Demnach werde derzeit geprüft, ob die Firma Böklunder als Sponsor des Vereins für wirtschaftliche Abhilfe sorgen könne. Der Würstchen-Hersteller gehört bekanntlich Tönnies und könnte bei einer Verlängerung seines Sponsorenvertrags genau die Millionen-Summe bereitstellen, die der Tabellenletzte der Bundesliga nun im Abstiegskampf braucht.

Anders als eine Tönnies-Rückkehr wäre dies der Öffentlichkeit sowie den Fans wohl leichter zu vermitteln. Nicht Tönnies, sondern eben der Sponsor würde damit in Bresche springen. Tönnies war unter anderem auf Druck zahlreicher Anhänger zurückgetreten.

Dem Bericht zufolge wurde über diese Idee bereits im Schalker Aufsichtsrat beraten, eine Entscheidung sei nicht gefallen. Noch in dieser Woche wolle man sich aber festlegen. "Wir haben die Verpflichtung, uns damit zu beschäftigen und alles Für und Wider im Sinne von Schalke 04 abzuwägen", erklärte Tönnies-Nachfolger im Aufsichtsrat, Jens Buchta.

Neben dem Aufsichtsrat müsste für einen neuen Sponsoren-Deal auch der Vorstand grünes Licht geben.