IndyCar testet neue Aeroteile für das Indy 500

Heiko Stritzke
·Lesedauer: 1 Min.

Nur drei Tage nach dem IndyCar-Saisonfinale in St. Petersburg 2020 dröhnen wieder die 2,2-Liter-V6-Motoren. Diesmal wieder in ihrer Heimat. IndyCar testet neue Frontflügel, die das Racing beim 500-Meilen-Rennen von Indianapolis verbessern sollen.

Josef Newgarden und Takuma Sato beginnen am heutigen Mittwoch mit den Tests. Gleichzeitig wird Rookie Scott McLaughlin seine ersten Runden auf dem Indianapolis Motor Speedway absolvieren. Er durchläuft das übliche Orientierungsprogramm.

Die neue Aerodynamik soll es den Fahrzeugen erlauben, wieder dichter zusammen zu fahren. Mit dem seit 2018 einheitlichen Superspeedway-Kit tun sich die IndyCar-Fahrer erstaunlich schwer, anderen Fahrzeugen zu folgen und zu überholen. Das Problem wurde 2019 mit neuen Reifen von Firestone beim Indy 500 kaschiert.

Doch die Implementierung des Aeroscreens machte diese Fortschritte bei der diesjährigen Ausgabe wieder zunichte. "Es gibt zu viel Untersteuern, wenn die Fahrzeuge dicht hintereinanderfahren", sagt Tino Belli, Aerodynamikchef von IndyCar. "Unser Ziel ist, dorthin zurückzukommen, wo wir 2019 waren."

Dazu soll mehr Anpressdruck auf der Unterseite des Flügels erzeugt werden. Deshalb wird er mehr Diffusor-artig geformt sein, um einen Unterdruck unter sich selbst zu produzieren. Dabei gilt es auch zu beachten, dass die Fahrzeuge bei Seitwärtsfahrt nicht abheben. Außerdem darf es nicht zum gefürchteten "Pack Racing" kommen. Ein schmaler Grat.

Am Donnerstag sollen Scott Dixon, Ryan Hunter-Reay, Ed Carpenter und Patricio "Pato" O'Ward hinzustoßen. Allerdings ist für den Donnerstag Regen vorhergesagt. Fahrbetrieb wäre dann nicht möglich. Die Tribünen sind für Zuschauer geöffnet, es gilt Maskenpflicht.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.